Fußball
Weiden ein glücklicher Sieger

Freude und Erleichterung: Der zweifache Torschütze Christoph Hegenbart (rechts) feiert mit Ralph Egeter (Mitte) und Andreas Wendl seinen Treffer in der Nachspielzeit zum Weidener 2:0-Sieg. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
21.07.2016
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Im Derby zwischen der SpVgg SV Weiden und der DJK Ammerthal ging es hart zur Sache. In dieser Szene muss sich Gästespieler Tom Abadjiew gegen Thomas Schneider (links) und Johannes Scherm seiner Haut wehren. Bild: A. Schwarzmeier

Erster Saisonsieg für die SpVgg SV Weiden: Durch zwei Treffer von Christoph Hegenbart stand nach dem Schlusspfiff ein hart erkämpfter 2:0-Erfolg gegen die DJK Ammerthal auf der Anzeigetafel. Dass der Dreier glücklich war, stand für alle Beteiligten außer Frage.

"Es war das erste Mal, dass ich in Weiden um einen Sieg so sehr gezittert habe", gab SpVgg-SV-Trainer Tomas Galasek zu, als der Derbyerfolg unter Dach und Fach war. Dem Gegner zollte er ein großes Lob: "Ammerthal war sehr stark. Wir haben mit viel Glück gewonnen." Von einer "bitteren und unverdienten Niederlage" sprach Torsten Holm. Der DJK-Coach musste mit ansehen, wie seine Mannschaft über weite Strecken dominierte und dennoch mit leeren Händen nach Hause fuhr. "Wir haben Weiden klar beherrscht, aber unsere Möglichkeiten nicht genutzt. Ich bin dennoch stolz, wie wir hier aufgetreten sind."

Galasek hatte seine Startformation im Vergleich zur 0:4-Niederlage in Aubstadt nicht geändert und gab allen Akteuren die Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Auf der anderen Seite baute Thorsten Holm mit Tomas Petracek und Florian Danner für Patrick Stauber und Dominik Haller zwei frische Akteure in seine Aufstellung ein. Vor allem Petracek sollte am Ende die tragische Figur dieser Begegnung sein. Der 22-jährige Tscheche hätte das Spiel im Alleingang entscheiden können und vergab Großchancen in Serie.

Das Derby startete anders, als sich das die 440 Zuschauer vorgestellt hatten. Nicht die SpVgg SV, sondern der Aufsteiger aus der Landesliga Mitte übernahm die Kontrolle über die Begegnung und erarbeitete sich durch schnelles Kurzpassspiel immer wieder Chancen. Alleine Petracek hätte bei hervorragenden Gelegenheiten (10./31./45.) für den ersten Gästetreffer sorgen müssen, er scheiterte aber jeweils am glänzend aufgelegten Dominik Forster oder zielte am Tor vorbei (16.). Auf der anderen Seite agierte die Wasserwerkelf spürbar verunsichert und mit vielen weiten Bällen auf die Außenpositionen, die nur selten gefährlich waren. Die einzige Möglichkeit in Durchgang eins resultierte aber aus einem solchen Ball. Hegenbart scheiterte nach einer tollen Kombination mit Johannes Scherm aus spitzem Winkel an Torwart Marcel Schumacher.

Der zweite Durchgang begann ausgeglichener. Erst als erneut Petracek eine Großchance liegen ließ, nahm die Partie Fahrt auf. Im direkten Gegenzug scheiterte Hegenbart nach einem tollen Pass des eingewechselten Lukas Hudec zunächst noch an Schumacher, den Abpraller verwertete er aber zum Weidener Führungstreffer (59.).

Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Ammerthal intensivierte seine Offensivbemühungen und lockerte die Defensive. Die Holm-Elf agierte mit offenem Visier und hätte durch Friedrich Lieder postwendend zum Ausgleich kommen können. Der Ex-Weidener zielte jedoch über das Gehäuse (63.). Ein offener Schlagabtausch war die Folge, bei dem die SpVgg SV nun Kontergelegenheiten bekam. Doch Schumacher reagierte gegen Josef Rodler (79.) und Ralph Egeter (80.) stark. Als Forster in der Schlussphase zwei Weitschüsse von Dominik Haller (82./86.) und eine weitere Petracek-Chance (83.) vereitelte, machte Hegenbart den Deckel auf die Partie. Einen Konter schloss er in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:0-Endstand ab. "Tore tun immer gut", freute sich Hegenbart über seinen Doppelpack. "Ich hoffe, der Sieg gibt sowohl mir als auch der Mannschaft Auftrieb für die nächsten Spiele."
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