Fußball
Weiter auf Talfahrt

Der Aubstädter David Noack (links) und der Weidener Benjamin Werner kämpfen um den Ball. Die SpVgg SV Weiden hat nach 90 Minuten den Kampf erneut verloren. Mit einem 2:0-Sieg nahmen die Gäste die Punkte mit. Bild: Büttner
Sport
Weiden in der Oberpfalz
31.10.2016
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Es ist wie verhext bei der SpVgg SV Weiden. Trotz einer über knapp 60 Minuten sehr ansprechenden Leistungen zog die Mannschaft von Trainer Rainer Fachtan gegen den TSV Aubstadt mit 0:2 den Kürzeren.

Auch nach dem Trainerwechsel konnte der Negativtrend nicht gestoppt werden. Im Gegenteil, es war bereits die sechste Niederlage in den letzten sieben Begegnungen. Dabei war es erneut eine Einbuße, die in die Kategorie unnötig einzuordnen ist, da die SpVgg SV vor allem knapp eine Stunde lang die Partie dominierte.

Hektisch und Fehlpässe


"Wir haben gut gespielt. Dann machen wir den ersten Fehler, bekommen das Gegentor und alles ist wie abgeschnitten. Wir werden hektisch und spielen einen Fehlpass nach dem anderen", analysiert Fachtan die Begegnung. Auch Gästetrainer Josef Francic schlug in die gleiche Kerbe: "Wir hatten heute große Probleme, denn Weiden hat gerade zu Beginn eher gespielt wie ein Tabellenfünfter und nicht wie ein Team aus der Abstiegsregion. Nach unserem Tor sind wir besser geworden, auch weil Weiden dann stark abgebaut hat."

Fachtan änderte seine Startelf und brachte Stefan Graf, Ibrahim Devrilen und Thomas Schneider von Beginn an. Vor allem Schneider nahm sofort das Heft in die Hand und zog geschickt die Fäden im Mittelfeld. Überhaupt war die Heimelf immer einen Schritt schneller und schaffte es auch spielerisch zu überzeugen. Von Aubstadt war nichts zu sehen und so wäre eine Weidener Führung in der ersten Hälfte mehr als verdient gewesen.

Devrilen hatte diese nach 14 Minuten auf dem Fuß, als ihn Christoph Hegenbart auf die Reise schickte. Der Aubstädter Christoph Rützel rettete für seinen geschlagenen Keeper. In der Folge hätten auch Benjamin Werner, nach einer starken Einzelaktion (21.), und Hegenbart bei zwei Weitschüssen (33./35.), den ersehnten Führungstreffer erzielen können. "Wir müssen einfach das Tor machen. Die nötige Leidenschaft war zu sehen und wir haben auch gute Kombinationen gezeigt", trauerte Fachtan der starken ersten Hälfte hinterher.

Auch nach dem Wechsel startete die SpVgg SV ansprechend und bei einer Hereingabe von Thomas Wildenauer rettete David Bauer vor dem einschussbereiten Werner. Keeper Dominik Forster hatte bis dahin einen ruhigen Arbeitstag, wurde aber beim ersten Angriff der Gäste gleich überwunden. Martin Thomann setzte sich über die linke Angriffsseite durch und seine Hereingabe setzte David Noack überlegt zum 0:1 in die Maschen (52.).

Kopie der letzten Wochen


Was dann folgte war eine Kopie der letzten Wochen. Die SpVgg SV war geschockt und nichts war mehr zu sehen von der vorherigen starken Phase. Viele Fehlpässe und offene Räume in der Defensive prägten das Bild der Schwarz-Blauen. So hätte Thomann (62.), der knapp vorbei zielte, und kurz danach Max Scheback (64.), der an Forster scheiterte, nachlegen können. Auch die offensiven Wechsel von Josef Rodler, Marco Kießling und Moritz Zeitler mit seinem Bayernligadebüt, brachten nicht den erhofften Schwung.

Als Stefan Graf mit einer etwas überzogenen Gelb-Roten Karte das Feld verlassen musste, schwammen die Felle endgültig davon. Nach einer unglücklichen "Flippereinlage" des Balles im Mittelfeld sprang dieser in den Lauf von Ingo Feser, der Thomann mustergültig bedienen konnte, 0:2 (83.). Nach der elften Saisonniederlage hängen die Max-Reger Städter weiterhin auf den Relegationsrängen fest.
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