Fußball
Wieder eine Abfuhr für Weiden

Ein Bild mit Seltenheitswert: Benjamin Werner gewinnt diesen Luftkampf. Die Spieler der SpVgg SV Weiden waren dem Gastgeber aus Aschaffenburg über weite Strecken unterlegen und holten sich mit 0:5 die nächste Klatsche ab. Bild: Gregor
Sport
Weiden in der Oberpfalz
04.10.2016
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0:4, 0:6, 0:5! Das sind die nackten Zahlen der letzten Auswärtsauftritte der SpVgg SV Weiden. Auch bei der SV Viktoria Aschaffenburg hatten die Schwarz-Blauen nichts zu bestellen und unterlagen klar mit 0:5.

Aschaffenburg. Während die Viktoria damit den vierten Sieg in Folge feierte und sich in der Spitzengruppe der Bayernliga Nord festsetzte, ist die SpVgg SV in die Abstiegsregion durchgereicht worden. Auf Platz 13 angekommen, besitzt man gerade noch einen Punkt Vorsprung auf die Relegationsplätze.

Ein Grund, um klare Worte zu finden, was Trainer Tomas Galasek auch tat: "Es war mir heute peinlich, was meine Spieler ablieferten. Das ist nicht unser Niveau. Ich bin immer hinten ihnen gestanden, weil ich im Training gesehen habe, dass wir es eigentlich können. Was wir aber dann auf dem Platz zeigen, ist mir unerklärlich." Jochen Seitz, Trainer der Viktoria, freute sich dagegen: "Wir haben vor allem offensiv wieder sehr aktiv gespielt und viel Selbstvertrauen entwickelt. Das war wohl auch der Unterschied zu Weiden, das momentan keine gute Phase hat."

Die Begegnung im Stadion am Schönbusch startete wie zumeist in den letzten Wochen. Die SpVgg SV war gerade zu Beginn gleichwertig und hätte durch Christoph Hegenbart in Führung gehen können, der jedoch am Heimkeeper Peter Neuberger scheiterte (3.). Fast im direkten Gegenzug brachte Björn Schnitzer nach starker Vorarbeit von Daniele Toch seine Farben in Front (5.). Die SpVgg SV war dennoch unbeeindruckt, agierte auf Augenhöhe und hätte durch Benny Werner den Ausgleich erzielen können, jedoch war wieder Neuberger zur Stelle (8.).

2:0 sorgt für Bruch


Aschaffenburg agierte nicht unbedingt dominant, brachte aber weiteren Ertrag auf die Anzeigetafel. Die Heimelf schlug in Person von Kevin Wittke gnadenlos zum 2:0 zu (14.). Dieses Tor sorgte einmal mehr für einen Bruch im Weidener Spiel. Aschaffenburg übernahm mehr und mehr das Kommando, die SpVgg SV fand nicht mehr in die Zweikämpfe. In der Folge erhöhten die Unterfranken durch Toch (38.) und Gökhan Aydin auf den Halbzeitstand von 4:0 (45.). "Nach dem 2:0 sind wir nur mehr hinterher gelaufen und haben vor allem die spielstarken Offensivspieler des Gegners nie in den Griff bekommen. Das ging wieder zu einfach", analysierte Galasek, der nochmals alles versuchte. Der Weidener Coach brachte mit Florian Reich und Marco Kießling für Michael Riester und Lukas Hudec zwei frische Kräfte.

Gang zurückgeschaltet


Nach der Pause konnten die Max-Reger Städter das Spiel ausgeglichener gestalten, auch weil die Viktoria einen Gang zurückschaltete. Beide Teams wussten, dass die Entscheidung gefallen war und ließen die ein oder andere Möglichkeit liegen: Daniel Cheron mit einem Pfostenschuss für die Gastgeber (77.) sowie Hegenbart (59.) und Kießling (89.) für die Oberpfälzer. Der Schlusspunkt blieb dann erneut dem starken Toch überlassen, der das Endergebnis auf 5:0 stellte (90.).

Drei klare Auswärtsniederlagen bei Spitzenteams sprechen eine deutliche Sprache und zeigen, dass der Abstand nach oben enorm ist. Am kommenden Samstag gastiert mit Tabellennachbar SpVgg Ansbach ebenfalls ein "angeschlagener Patient" im Sparda-Bank-Stadion, gegen den es etwas Zählbares einzufahren gilt. Galasek kündigt eine harte Trainingswoche an: "Wir werden noch intensiver arbeiten. Die Mannschaft hat immer noch die Möglichkeit, um alles zu ändern."

Es war mir heute peinlich, was meine Spieler ablieferten. Das ist nicht unser Niveau.Tomas Galasek, Trainer der SpVgg SV Weiden
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