Fußball
Wiedergutmachung angesagt

Das war das 1:0 für die SpVgg SV Weiden: Lukas Hudec (Nummer 8) zieht ab und trifft. Trotz einer 2:0-Führung verloren die Schwarz-Blauen zuletzt jedoch mit 2:5 das Heimspiel gegen den SC Feucht. Eine peinliche Schlappe, für die sich die Galasek-Truppe im Gastspiel bei Viktoria Aschaffenburg rehabilitieren will. Bild: G. Büttner
Sport
Weiden in der Oberpfalz
01.10.2016
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Auf ein Neues für die SpVgg SV Weiden: Nachdem mit der 2:5-Heimniederlage gegen den SC Feucht der Tiefpunkt erreicht sein sollte, geht die Wasserwerkelf auf die weiteste Reise dieser Spielzeit- auch um Wiedergutmachung zu betreiben.

Allerdings machen die letzten Auswärtsauftritte für das Gastspiel am Samstag um 14 Uhr beim Tabellendritten SV Viktoria Aschaffenburg nicht gerade Mut. "Wir wollen uns rehabilitieren. Da ist es egal, ob wir zu Hause oder auswärts spielen. Vielleicht ist es nicht schlecht, so weit zu reisen und als Außenseiter zu gelten", sagt Trainer Tomas Galasek. Er hofft, dass sich seine Mannschaft in der Rolle des Underdogs in der Ferne wohler fühlt. Die Mitfavoritenbürde ist die SpVgg SV spätestens nach der siebten Saisonniederlage und bei nur noch zwei Punkten Vorsprung auf die Relegationszone zumindest los.

Auch von Vereinsseite wurde das Saisonziel, vorne mitspielen, zu den Akten gelegt. Neun Partien sind noch bis zur Winterpause zu bestreiten. Danach soll laut Sportvorstand Philipp Kaufmann "alles auf den Prüfstand gestellt und analysiert werden." Galasek hofft darauf, dass sein Team bereits heute Moral zeigt: "Ich habe schon den Eindruck, dass alle engagiert sind und mitziehen. Natürlich habe ich mir meine Gedanken gemacht, aber ich möchte kämpfen." Als Wurzel des Übels macht der Coach das fehlende Selbstvertrauen aus. "Es ist unglaublich, wie uns ein Rückschlag aus der Bahn wirft und wie einfach es dann ist, gegen uns Tore zu erzielen. Diese individuellen Fehler müssen wir abstellen."

Bereits 30 Gegentore


Die Pleite am vergangenen Samstag gegen den SC Feucht war wieder ein Musterbeispiel für das Innenleben der Max-Reger Städter. Nach starkem Beginn, als auch spielerische Fortschritte erkennbar waren, fiel man nach dem Doppelschlag zum 2:2-Ausgleich in altes Fahrwasser zurück und verlor völlig den Faden. 30 Gegentore bedeuten aktuell den zweitschlechtesten Wert der Liga.

Mit der Viktoria aus Aschaffenburg hat die SpVgg SV heute einen Kontrahenten vor der Brust, bei dem es nach einem Durchhänger wieder läuft. Drei Siege aus drei Begegnungen hat Neu-Trainer Jochen Seitz eingefahren, seitdem er Anfang September das Ruder von Jürgen Baier übernommen hat. Deswegen sind die Unterfranken wieder in der oberen Tabellenregion angekommen und reden ein Wort um den Wiederaufstieg in die Regionalliga mit. Allerdings hilft auch Glücksgöttin Fortuna fleißig mit, wie zum Beispiel beim Last-Minute-Treffer zum 3:2-Sieg beim FC Amberg vergangene Woche.

Eine Portion mehr Glück hätte gerne auch Galasek: "Wir müssen uns das erarbeiten. Jeder muss erkennen, dass wir noch mehr tun müssen", fordert er. "Jeder steht für seine eigene Leistung in der Verantwortung." Zumindest eine Punkteteilung ist das Ziel der Oberpfälzer. Für dieses Unterfangen stehen bis auf den Langzeitverletzten Ralph Egeter alle Akteure zur Verfügung.

Natürlich habe ich mir meine Gedanken gemacht, aber ich möchte kämpfen.Tomas Galasek, Trainer der SpVgg SV Weiden
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