Fußball
Würzburg kein Aufbaugegner

Eine verdiente 1:3-Heimniederlage kassierte die SpVgg SV Weiden im Hinspiel gegen den Würzburger FV. Es bleibt abzuwarten, ob Josef Rodler (rechts), Thomas Wildenauer (Mitte) und Co. die favorisierten Unterfranken überraschen können. Punkte hätten die Weidener dringend nötig. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
19.11.2016
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Die Winterpause in der Bayernliga Nord rückt immer näher. Auf dem Papier hat die SpVgg SV Weiden im Jahr 2016 noch drei Partien zu absolvieren, sofern das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht.

Zumindest das heutige Auswärtsspiel um 14 Uhr beim Würzburger FV scheint gesichert, da die Gastgeber über einen Kunstrasenplatz verfügen. Die Vorzeichen für die SpVgg SV stehen aber alles andere als gut. Zum einen ist da die schlechte Auswärtsbilanz, dann wartet ein starker Gegner und obendrein gibt es einen personellen Engpass.

"Wir haben das spielfreie Wochenende genutzt, um uns weiter kennenzulernen und intensiv zu trainieren. Die Mannschaft hat enorm Gas gegeben, auch wenn die Trainingsbedingungen alles andere als optimal waren", sagt Weidens neuer Trainer Franz Koller. Er hofft, dass sein Team in Würzburg Fortschritte zeigt: "Wir wollen versuchen, die Schwerpunkte aus dem Training umzusetzen. Wichtig wird sein, schnell in den Wettkampfrhythmus zu kommen und sich an den Kunstrasenplatz zu gewöhnen." Im letzten Auswärtsspiel dieses Jahres ist es das Ziel von Koller, "zumindest einen Punkt mit nach Weiden zu nehmen".

Mit einem Punktgewinn könnte die grausame Bilanz auf fremden Plätzen aufpoliert werden. Die SpVgg SV wartet seit dem 2. August (2:3- Niederlage beim FC Amberg) und damit seit 584 Minuten auf ein Auswärtstor. Im Gegenzug kassierte man in den letzten fünf Auswärtspartien satte 21 Gegentore. "Diese Bilanz muss raus aus den Köpfen. Wir wollen auswärts mit neuem Mut angreifen. Es hilft nichts zurückzusehen, sondern wir wollen nach vorne blicken", betont Koller. "In unserer Situation zählen nur Erfolgserlebnisse."

Mit dem Würzburger FV steht ein Konkurrent auf der anderen Seite des Platzes, der nicht unter die Kategorie Aufbaugegner fällt. Mit dem Saisonziel Klassenerhalt in die Spielzeit gegangen, ist die Mannschaft von Trainer Marc Reitmaier eines der Überraschungsteams. Platz sechs, nur eine Niederlage aus den letzten sieben Partien und mit nur 17 Gegentoren die beste Abwehr der Bayernliga Nord - diese Zahlen belegen, dass sich der WfV wohl keine Gedanken bezüglich des Abstiegskampfs machen muss. Auch im Hinspiel im Weidener Sparda-Bank Stadion überzeugten die Unterfranken mit starker Defensivarbeit und entführten verdient mit einem 3:1-Sieg alle Punkte. Schwer wiegt der Ausfall von Würzburgs Kapitän Benjamin Schömig mit einer Knieverletzung.

Doch auch bei der SpVgg SV Weiden gibt es trotz des Spielausfalls gegen den VfL Frohnlach (neu angesetzt für Samstag, 3. Dezember, 14 Uhr) personell keine Entwarnung. Johannes Scherm (Muskelverletzung), Thomas Wildenauer (Schulter), Florian Reich (Krankheit), Thomas Schneider (beruflich im Ausland) und Tobias Plößner (Rücken) sorgen zusammen mit dem Langzeitverletzten Ralph Egeter für ein gut gefülltes Weidener Lazarett. Dennoch glaubt Koller daran, positive Momente in die Winterpause mitnehmen zu können: "Wir brauchen wieder Selbstvertrauen, das ist unübersehbar. Wir haben uns in diese Tabellensituation hineinmanövriert und müssen alles dafür tun, um wieder herauszukommen."

Wir wollen auswärts mit neuem Mut angreifen. Es hilft nichts zurückzusehen, sondern wir wollen nach vorne blicken.Franz Koller, Trainer der SpVgg SV Weiden
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