Futsal
SpVgg Pfreimd gar nicht traurig

Der Pfreimder Bastian Lobinger (Mitte) beschäftigt in dieser Szene die Abwehr des 1. FC Penzberg: Der Oberpfälzer Bezirksligist blieb bei der Bayerischen Futsal-Meisterschaft zwar ohne Sieg, nahm aber tolle Erfahrungen mit nach Hause. Bild: hfz
Sport
Weiden in der Oberpfalz
25.01.2016
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Der Traum vom Halbfinale erfüllte sich nicht. Bei der Bayerischen FutsalMeisterschaft schied die SpVgg Pfreimd in der Gruppenphase aus. Die Enttäuschung beim Oberpfälzer Vertreter hielt sich aber in Grenzen.

/Hallbergmoos. "Es war ein Turnier auf hohem Niveau, eine tolle Erfahrung für uns alle", sagt Christian Zechmann. Dass seine Mannschaft in den drei Vorrundenspielen ohne Sieg blieb, bei zwei Niederlagen lediglich ein Unentschieden verbuchte, will der Pfreimder Spielertrainer nicht zu hoch hängen. "Man hat einigen Spielern die Nervosität angemerkt. Unser Leistungspotenzial haben wir nicht ganz ausgeschöpft", berichtet Zechmann. Dennoch ist er mit dem Auftritt im oberbayerischen Hallbergmoos nicht unzufrieden: "Es hat allen richtig Spaß gemacht, bei so einer tollen Veranstaltung dabei zu sein. Das ist das Wichtigste."

Neuer Bayerischer Futsal-Meister ist der 1. FC Sand. Der Bayernligist setzte sich vor rund 700 Zuschauern im Endspiel mit 10:9 nach Sechsmeterschießen gegen den Kreisligisten 1. FC Penzberg durch. Als Bayerischer Hallenmeister haben sich die Unterfranken für das Viertelfinale des Süddeutschen Futsal-Cups qualifiziert. Dort tritt der 1. FC Sand am 27./28. Februar beim Meister der Futsal-Liga Württemberg an, der noch ermittelt wird. Der Sieger qualifiziert sich für das "Final Four" um die süddeutsche Hallenkrone am 5. März in Pforzheim. Auf dem dritten Platz landete in Hallbergmoos die DJK Ost Memmingen vor dem Futsal-Bayernliga-Team des SSV Jahn Regensburg.

Die Torjägerkanone sicherte sich Maximilian Berwein vom Sensationsfinalisten 1. FC Penzberg (vier Treffer). Der oberbayerische Bezirksmeister hatte mit Kevin Rehmann auch den besten Torwart des Turniers zwischen den Pfosten. "Auch kleine Vereine haben bei der Bayerischen Hallenmeisterschaft die Möglichkeit, groß rauszukommen. Was die Penzberger Spieler und Fans gezeigt haben, ist Wahnsinn", betonte BFV-Präsident Rainer Koch. "Futsal setzt sich als Hallensportart nach und nach durch. Das spielerische Niveau wird immer besser." Verbands-Spielleiter Josef Janker pflichtete bei: "Das war eines der besten Futsal-Turniere, die wir bislang in Bayern gesehen haben."

Zu spät aufgewacht


Daran hatte auch die SpVgg Pfreimd ihren Anteil. In seiner Auftaktpartie führte der Oberpfälzer Bezirksligist mit 1:0 gegen Dergahspor Nürnberg. Aber nach dem Ausgleich kassierte man eine Sekunde vor Ende sogar noch das 1:2. "Das war sehr unglücklich für uns", befand Zechmann. Die Niederlage zeigte Wirkung. Im zweiten Spiel gegen Penzberg agierte die Mannschaft zu brav, ja fast schon ängstlich. Erst nach einem 0:3-Rückstand wachten die Pfreimder auf. Sie verkürzten auf 2:3, zu mehr reichte es jedoch nicht. Penzberg machte mit dem vierten Treffer den Sack zu.

In der bedeutungslosen dritten Begegnung spielte der Oberpfalzmeister dann endlich befreit auf. Gegen den Halbfinalisten DJK SV Ost Memmingen reichte es mit 1:1 zumindest zum Ehrenpunkt. Für Zechmann ist die Hallensaison damit abgehakt: "Die Mannschaft hat jetzt eine Woche frei. Dann starten wir in die Vorbereitung für die Restrunde."
Es war ein Turnier auf hohem Niveau, eine tolle Erfahrung für uns alle.Christian Zechmann, Trainer der SpVgg Pfreimd
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