Johannischießen bei Adlerschützen Mitterhöll
Beteiligung ist "eine Katastrophe"

Sport
Weiden in der Oberpfalz
23.06.2016
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Seit 14 Jahren ist Karl Tusch Sportleiter bei den Adlerschützen Mitterhöll. Als solcher hat er also schon so manches Johannischießen betreut. Doch an den Wettbewerb 2016 wird er weniger gern zurückdenken.

Die Beteiligung sei eine "Katastrophe" gewesen, zeigte sich Karl Tusch bei der Johannifeier im Hölltaler Hof enttäuscht. 34 Teilnehmer hatte der Sportleiter der Adlerschützen gezählt, "so wenige wie noch nie" in seiner Amtszeit. 2015 seien es noch 48 gewesen. Aber zwei Dinge stimmten ihn optimistisch: die Hoffnung, "dass es nur ein Ausrutscher war", sowie die Tatsache, dass 10 Jugendliche fast ein Drittel des Teilnehmerfeldes gestellt hatten.

"Unangenehm" war Tusch auch, "was aus Brüssel kommen soll": die Novelle des Waffenrechts. So sollen auf Vorschlag der EU-Kommission Sportschützen ihre Lizenzen alle fünf Jahre erneuern sowie ärztliche und psychologische Gutachten vorlegen müssen. Tusch: "Das würde das Ende des Schießsports bedeuten".

Mit Schützenmeister Alois Lukas zeichnete er Dara Paetzolt (109,4-Teiler) aus, die den besten Schuss auf die Johannischeibe abgegeben hatte. Ihr folgten Karl Reichl (128,8) und Andreas Brünnig (144,8). Reichl lag mit 92 Ringen bei der Meister-LG-Scheibe vorne. Er setzte sich gegen Manfred Schiller und Claus Fiedler (beide 89) durch.

Bei der Adler-LG-Scheibe lag Schiller (36,3-Teiler) vor Claudia Rauh (76,5) und Fiedler (117,1). Dicht beieinander lagen die drei Erstplatzierten, Harald Wällisch (94), Karl Tusch (93) und Andreas Brünnig (91), bei der Meister-LP-Scheibe. Bei der Adler-LP-Scheibe siegte Günter Schlossarek (109,7) vor Wällisch (114,7) und Sebastian Brünnig (117,1).

Erstmals gab es die beiden letzten Disziplinen auch als "Aufgelegt"-Varianten. Hier gewann bei Meister LP Josef Wirth (95) vor Alois Lukas (94) und Willibald Pausch (93), bei Adler LP war die Reihenfolge genau umgekehrt. Beim Nachwuchs war Martin Lukas das Maß der Dinge: Mit 98 Ringen machte er sich zum Jugendmeister, gefolgt von seinem Bruder Simon (94) und Simon Scharl (91). Bei Jugendadler lag er mit einem 32,6-Teiler vor Simon Scharl (38,9) und Simon Lukas (51,8) und schnappte mit einem 83,8-Teiler den Jugendpokal seiner Schwester Ramona (183,2) und Dara Paetzolt (218,0) weg. Schützenmeister Lukas und Herbert Tischler, Vorsitzender des Stadtverbandes für Leibesübungen, dankten Mitgliedern auch für ihre Treue. Jonah Lukas etwa für 15 Jahre. Urkunden und Nadeln gab es zudem für Kerstin Tusch und Stefan Reuter, die seit 25 Jahren dabei sind. 30 Jahre dabei sind Hermann Hilburger, Clodwig Kapferer, Maria Pregler, Sebastian Rauh, Karl Tusch und Florian Warziwoda. Auf 40 Jahre blicken Andreas Brünnig, Angelika Deisinger, Peter Ertl, Michael Helzel, Manfred Müller, Georg Schmid, Klaus Wiedemann und Josef Wirth zurück. Johann Balk ist seit einem halben Jahrhundert bei den Adlerschützen.

Das sind die VereinsmeisterUrkunden verteilten Karl Tusch und Silvia Tusch (Jugendleiterin) sowie Alois Lukas an die Vereinsmeister.

Luftgewehr: Schüler weiblich: Ramona Lukas (116 Ringe); Jugend männlich: Jenik Lukas (293), Junioren B weiblich: Dara Paetzolt (357); Junioren B männlich: Simon Lukas (365); Junioren A männlich: Martin Lukas (378); Damenklasse: Bettina Kaldun (307); Altersklasse weiblich: Claudia Rauh (306); Seniorenklasse männlich: Manfred Schiller (347); Altersklasse männlich: Claus Fiedler (340).

Luftpistole: Jugend männlich: Elian Paetzolt (237); Schützenklasse: Sebastian Brünnig (325); Seniorenklasse männlich: Karl Tusch (360); Aufgelegt: Josef Wirth (279), Seniorenklasse: Karl Tusch (244). Freie Pistole Auflage: Seniorenklasse: Theo Helgert (244).

Sportpistole: Schützenklasse: Florian Weiß (251); Altersklasse: Wolfgang Weiß (228); Seniorenklasse: Karl Tusch (273). Standardpistole: Schützenklasse: Sebastian Brünnig (213); Seniorenklasse: Karl Tusch (268). (luk)
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