Kegeln
Pokaltriumph der Weidener Kegler

Gert Erben brachte den Pokalsieg gegen den KRC Kipfenberg unter Dach und Fach. Der Routinier trumpfte im Schlussdurchgang mit 609 Holz auf. Bild: nor
Sport
Weiden in der Oberpfalz
29.02.2016
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Der SKC Gut Holz SpVgg Weiden hat für eine Riesenüberraschung gesorgt. Die Weidener Zweitbundesligakegler gewannen am Samstag gegen den Erstbundesligisten KRC Kipfenberg mit 5:3 (3554:3541) und zogen damit erstmals in der Vereinsgeschichte in die Finalrunde des Pokalwettbewerbs ein, bei der die vier besten Mannschaften den DKBC-Pokal ausspielen. Damit ist aber auch "Nachsitzen" angesagt. Denn während die Punkterunde in der 2. Bundesliga bereits am 19. März zu Ende geht, findet das Finalturnier im DKBC-Pokal erst am 25./26. Juni statt, wobei der Austragungsort noch nicht feststeht.

Die Viertelfinalbegegnung am Samstag war allerdings nichts für schwache Nerven. Markus Schanderl begann gegen den Kipfenberger Spitzenspieler Dietmar Brosi überragend, konnte seinen Halbzeitvorsprung von 22 Holz aber nicht ins Ziel retten. Bei 2:2-Satzpunkten und 589:598-Holz ging der Mannschaftspunkt an die Gäste. Wie ernst der auf Bundesligarang sechs gelistete KRC Kipfenberg das Spiel nahm, unterstrich er gleich zu Beginn. Gegen einen routiniert spielenden Manfred Ziegler kam Patrick Scholler nicht in die Spur und wurde nach 60 Wurf durch Jürgen Stahl ersetzt. Aber auch der konnte den Sieg von Manfred Ziegler nicht verhindern.

Mit einem 1:1-Zwischenstand und einer Weidener Führung von 18 Holz ging es in den Mitteldurchgang, der ebenfalls 1:1 endete. Weiden konnte seinen Vorsprung auf 26 Holz ausbauen. Michael Gesierich und Thomas Immer lieferten sich mit Christopher Kratz und Manfred Hanikel ein spannendes Rennen. Immer holte mit einer sensationellen Schlussrunde mit 178:158-Holz den Mannschaftspunkt. Im Spiel zwischen Michael Gesierich und Christopher Kratz sahen die Zuschauer ein permanentes Auf und Ab, denn die Führung wechselte hin und her. Am Ende hatte bei 2:2-Satzpunkten der Kipfenberger mit 633:627 die Nase vorn.

Würden Stefan Schmucker und Gert Erben im Schlussdurchgang den knappen Vorsprung von 26 Holz ins Ziel retten können? Das war die spielentscheidende Frage. Als die Gäste merkten, dass Michael Schobert gegen Stefan Schmucker wohl die besseren Karten hatte, zogen sie in der Parallelbegegnung zwischen Gert Erben und Mario Strauß nach 42 Wurf nochmals die Auswechselkarte. Sie hofften, dass Michael Weber an Erben noch herankommen würde, zumal die beiden Weidener auf der zweiten Bahn nach einem Rückstand auf Bahn eins den alten Vorsprung sogar auf zwischenzeitlich 37 Holz ausgebaut hatten.

Dass am Ende die Rechnung der Kipfenberger nicht aufging, dafür sorgte einmal mehr Gert Erben. Auf Bahn drei holte er gegen Weber nicht nur den so wichtigen dritten Mannschaftspunkt, sondern auch einen Vorsprung von 15 Holz (155:140). Damit war klar, dass die Begegnung 3:3 enden würde und die endgültige Entscheidung über die Kegelpunkte fallen musste. 25 Holz lagen die Gastgeber vor dem letzten Wechsel vorne, und dieser Vorsprung musste ins Ziel gerettet werden. Erben hielt gegen den alles in die Waagschale werfenden Michael Weber voll dagegen und gab nur zwei Zähler ab (154:156). Als Stefan Schmucker mit 143:153 Holz nur zehn Kegelpunkte abgab, kannte der Jubel bei den Weidenern keine Grenzen mehr. Mit einem Vorsprung von 13 Kegelpunkten waren zwei zusätzliche Mannschaftspunkte sowie der 5:3-Sieg unter Dach und Fach..
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