Kegeln
SKC Gut Holz SpVgg Weiden verliert Derby bei FAF Hirschau mit 3:5

Sport
Weiden in der Oberpfalz
15.02.2016
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Der SKC Gut Holz SpVgg Weiden unterlag in einem an Spannung nicht zu überbietenden Derby bei FAF Hirschau mit 3:5. Die "Kaoliner" dürfen nach diesem Sieg weiterhin auf den Klassenerhalt in der 2. Kegler-Bundesliga hoffen.

Was ist ein "Tatort" gegen so ein Kegelmatch? Von Nachbarschaftshilfe konnte jedenfalls keine Rede sein. Das Oberpfalzderby stand auf des Messers Schneide, war nichts für schwache Nerven und wurde erst mit dem letzten Schub entschieden.

2:0-Führung für Weiden


Dabei begann es aus Weidener Sicht vielversprechend, denn Markus Schanderl und Manfred Ziegler holten in den Anfangspaarungen nicht nur die ersten beiden Mannschaftspunkte, sondern erspielten sich mit 60 Kegelpunkten auch einen ansehnlichen Vorsprung. Vor allem die 617 Holz von Ziegler gegen Manuel Donhauser (571) waren aller Ehren wert. Schanderl nutzte die Schwächen seines Hirschauer Gegners Tobias Klingl auf der Schlussbahn und machte mit 133:115 Holz den zwischenzeitlich aufgelaufenen Rückstand von vier Zählern wieder wett.

Im Mitteldurchgang witterten die Hausherren ihre Chance. Sebastian Plößl biss sich an Michael Gesierich fest und ließ den Weidener auf den ersten beiden Bahnen nur um drei Holz ziehen. Als dann Gesierich auf Bahn drei mit 168 Holz am über sich hinauswachsenden Plößl (182) scheiterte, war das Spiel an Spannung nicht mehr zu überbieten. Plößl legte auf Bahn vier 166 Holz nach, glich nach Satzpunkten zum 2:2 aus und holte mit überragenden 646:618 Holz den Mannschaftspunkt für Hirschau. Stefan Heitzer lieferte sich mit Dominik Benaburger ein nicht minder spannendes Duell, konnte aber nicht verhindern, dass Benaburger mit seiner Schlussbahn alles klarmachte und zum 2:2 ausglich.

Hirschau war wieder dran, denn die Weidener Führung von elf Zählern bei den Kegelpunkten war alles andere als beruhigend. Julian Stepan gegen Gert Erben und Jan Hautmann gegen Thomas Immer witterten nun ihre Chance, zumal beide ihre ersten Bahnen herausragend beendeten und so mit breiter Brust an die restlichen drei Bahnen herangingen. Stepan rang Erben mit 3:1 und 559:553 Holz nieder. Da sich auch Immer nicht entscheidend gegen Hautmann durchsetzen konnte, war klar, dass es für Weiden nur noch über die Kegelpunkte zum allerdings durchaus verdienten Remis reichen würde.

Letzter Schub entscheidet


Da aber machte Hautmann den Weidenern einen Strich durch die Rechnung. Im Abräumen holte er mit dem letzten Schub den einen fehlenden Kegelpunkt, so dass nach 4:2 Mannschaftspunkten bei 3499:3499 Holz zwei weitere Teampunkte geteilt wurden. Den Gästen fehlte damit ein Kegelpunkt und statt der 3:5-Niederlage hätte es zu einem 4:4 gereicht. Fazit: Wer nach so einem Kegelkrimi das 120er Spiel noch infrage stellt, dem ist nicht zu helfen.
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