Kein Frust
SpVgg SV steckt Pleite gegen Hof schnell weg

Die Suche nach Erklärungen: Die SpVgg SV Weiden bot bei der Heimniederlage gegen Hof eines ihrer schwächeren Saisonspiele. Innenverteidiger Alexander Jobst (rechts) und Sportvorstand Philipp Kaufmann machten sich gleich nach dem Spiel auf Fehlersuche. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
28.04.2016
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Mit der 1:3 - Niederlage gegen die SpVgg Bayern Hof am Dienstagabend im Sparda-Bank-Stadion erlebte die SpVgg SV Weiden nach gut sieben Monaten wieder das Gefühl einer Pflichtspielniederlage.

Von negativer Stimmung ist am Weidener Wasserwerk aber dennoch nichts zu merken: "Die Niederlage wirft uns nicht um. Hof war an diesem Abend ein Stück galliger als wir und taktisch hervorragend eingestellt, das müssen wir akzeptieren. Der Ausfall von Stefan Graf tat sein Übriges," ordnete Sportvorstand Philipp Kaufmann die erste Niederlage nach 18 Spielen ein. Graf hatte sich in der 57. Minute am Knöchel verletzt und musste ausgewechselt werden. Erst nach einer Kernspinuntersuchung steht die genaue Diagnose der Bänderverletzung fest.

Auch Josef Rodler sah die Partie ähnlich: "Man hat gemerkt, dass Hof um die letzte Chance gekämpft hat, dazu lief bei uns an diesem Abend spielerisch nicht viel zusammen. Aber solche Spiele gibt es." Rodler spricht damit den klugen taktischen Schachzug des Hofer Trainer Miloslav Janovsky an, der einen zusätzlichen defensiven Mittelfeldspieler als Abfangjäger für die weiten Bälle auf ihn und Ralph Egeter vor die Abwehr stellte. "Wir waren natürlich geknickt, aber über Nacht ist das Spiel auch schon wieder abgehakt", blickte Egeter ebenso nach vorne wie Teamkollege Jobst: " Es ist jetzt wieder ein Konkurrent mehr im Rennen, aber weiterhin alles drin."

In der Tat spitzt sich das Aufstiegsrennen immer mehr zu. Vier Spiele haben die Konkurrenten SV Seligenporten (60 Punkte), SpVgg SV Weiden (58), SpVgg Bayern Hof und TSV Großbardorf (je 57) noch zu absolvieren. Dabei lassen sich kaum logische Schlüsse ziehen, wer am Ende die Nase vorne haben wird. "Fakt ist, dass wir von den Teams, die vorne stehen, den wenigsten Druck haben", sieht Kaufmann sein Team in der Außenseiterrolle. In dieser fühlt sich auch Egeter wohl: "Wer hätte nach unserem schlechten Saisonstart gedacht, dass wir Anfang Mai immer noch die Möglichkeit haben aufzusteigen. Hof oder Seligenporten haben auch personell im Winter nochmals nachgelegt. Diese Teams sind eher in der Bringschuld." Deswegen sehen die Weidener Seligenporten als den Top-Favoriten für den Aufstieg an. Auch wenn man das Restprogramm der Top-Teams betrachtet, gibt es niemanden der es schwerer oder einfacher haben könnte. Dazu ist es laut Jobst "in der Endphase einer Saison fast egal gegen wen man spielt, weil auch die Abstiegskandidaten alles raushauen".

Es dürfte also dramatisch zu werden im Saisonendspurt. Wenn es am Ende nicht reichen sollte, ist dies laut Kaufmann kein Beinbruch: "Wir wollen mittelfristig in die Regionalliga. In einem Spiel wie gegen Hof hat man gesehen, dass der Aufstieg heuer vielleicht sogar noch zu früh kommt." Grund dafür ist, dass "wir mit dem Kader, den wir haben, auch eine Liga höher so spielen wollen und gerade die vielen jungen Spieler noch lernen müssen, das hohe Tempo über einen längeren Zeitraum zu gehen". Das meint auch der Regionalliga-erfahrene Jobst: "Uns fehlt noch ein bisschen Erfahrung. Trotzdem ist alles möglich, die 18 Spiele kommen ja nicht von ungefähr." Vielleicht starten die Jungs ja am Samstag eine neue Serie, wenn sie beim Spitzenreiter in Eichstätt antreten. Und da sagt Egeter schmunzelnd: "Es müssen ja nicht wieder 18 werden, für heuer reichen ja vier."

Die Niederlage wirft uns nicht um. Hof war an diesem Abend ein Stück galliger als wir.SpVgg SV-Sportvorstand Philipp Kaufmann
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