Kein Schreck für Devils
Weiden kann auch in Sonthofen gewinnen

Die fünf Torschützen der Blue Devils beim 5:4-Sieg in Sonthofen (von links): Tomas Divisek, Jacob Laliberte, Marcel Waldowsky, Daniel Willaschek und Florin Ketterer. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
31.01.2016
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Jetzt hat auch der ERC Sonthofen seinen Schrecken verloren. Nach zuvor drei Niederlagen gegen die Allgäuer feierten die Blue Devils am Sonntag den ersten Sieg in dieser Saison. Allerdings nach einem Wechselbad der Gefühle.

Sonthofen. Der ERC Sonthofen war bis Sonntag der einzige Klub der Oberliga Süd, gegen den die Blue Devils in dieser Saison noch keinen Punkt geholt hatten. Nach einem Match mit Höhen und Tiefen - 0:2 zurück, 5:2 vorne, am Ende gezittert - fuhren die Weidener mit 5:4 (2:2, 3:1, 0:2) drei wichtige Punkte im Kampf um das Heimrecht in den Pre-Play-offs ein. Als Tabellenachter haben die Devils jetzt 42 Zähler auf dem Konto, acht mehr als der Neunte Sonthofen (34). Trainer Markus Berwanger nahm vor der wichtigen Partie im Allgäu eine Änderung auf den Ausländerpositionen vor. Neben Marcel Waldowsky und dem Tschechen Tomas Divisek stürmte diesmal der Kanadier Jacob Laliberte, der Slowake Lubomir Vaskovic musste pausieren. Und die Maßnahme sollte sich auszahlen: Der Block, zu dem noch die Verteidiger Daniel Willaschek und Florin Ketterer gehörten, war für alle fünf Weidener Tore verantwortlich.

Berwanger ärgert sich


Die Partie begann aber alles andere als gut für die Blue Devils. "Es ist nicht einfach in Sonthofen. Ich hatte darauf hingewiesen, dass der Gegner offensiv brandgefährlich ist. Und dann liegen wir nach ein paar Sekunden zurück", ärgerte sich Markus Berwanger. Nach exakt 22 Sekunden schlug die Paradereihe der Allgäuer um Oberliga-Top-Torjäger Jordan Baker, Maximilian Hadraschek und Torschütze George Kink zu. Nicht zum einzigen Mal in diesem Match, denn dieses Trio teilte sich am Ende die vier Tore und acht Assists. In der 12. Minute erhöhte Hadraschek auf 2:0.

"Wie wird das heute wieder enden?", hatte sich Berwanger nach dem zweiten Gegentor gefragt. Doch seine Mannschaft kam zurück, wenn auch durch Fehler der Gastgeber. Den ersten nutzte Jacob Laliberte (16.), den zweiten Marcel Waldowsky (19./Unterzahl). Beim Ausgleich hatte Jenny Harß, die deutsche Nationaltorhüterin, gepatzt. "Wir haben uns in die Partie reingekämpft und dann auch besser gespielt", freute sich der Weidener Coach, dessen Team im zweiten Drittel auf 5:2 davonzog - die Torschützen waren Florin Ketterer (22.), Daniel Willaschek (27./Überzahl) und Tomas Divisek (33.). Sonthofen gab sich aber nicht geschlagen und verkürzte im Powerplay durch Kink auf 3:5 (38.).

Und als dann erneut Kink 55 Sekunden nach Wiederbeginn das 4:5 erzielte, war die Partie wieder offen. Sonthofen drängte, doch Weiden verteidigte gut und rettete auch dank einiger guter Paraden von Goalie Fabian Hönkhaus den Sieg über die Zeit. "Hier gibt es keinen Schönheitspreis zu gewinnen, wichtig sind die drei Punkte", sagte Berwanger.

Derby-Doppelpack


Am kommenden Wochenende stehen die Blue Devils vor dem Derby-Doppelpack gegen das Spitzenduo der Oberliga Süd. Am Freitag, 5. Februar, um 20 Uhr gastiert der Tabellenzweite EHC Bayreuth in der Hans-Schröpf-Arena. Und am Sonntag, 7. Februar, treten die Weidener bei Meister EV Regensburg an.
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