Patrick Erras beim 1. FC Nürnberg
Rückkehr in der Vorrunde "eher unrealistisch"

Patrick Erras will nach seiner schweren Knieverletzung wieder die Kommandos im Mittelfeld beim FCN geben. Ein Comeback vor der Winterpause hält er aber "für eher unrealistisch". Bild: bwr
Sport
Weiden in der Oberpfalz
02.09.2016
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Nürnberg. Die Sehnsucht ist riesengroß. Patrick Erras kann's kaum erwarten. "Endlich mal wieder gegen einen Ball treten." Erst einmal wird aber ein anderes Verlangen gestillt: "Ich denke, nächste Woche kann ich auf den Platz." An richtig Fußballspielen ist bei Patrick Erras zwar noch lange nicht zu denken, aber der Jungprofi kann dann auf den Trainingsplätzen des 1. FC Nürnberg die ersten ganz lockeren Runden drehen.

Im März diesen Jahres riss bei ihm im Training das Kreuzband im rechten Knie. Der 21-jährige Raigeringer war bis dahin in Top-Form und auch so etwas wie die Zukunft des damals wieder einmal angeschlagenen Zweitligisten aus Nürnberg. Plötzlich war alles vorbei. "Es ist natürlich schwer, wenn man tagtäglich Sport macht und dann auf einmal nichts tun kann", blickt er auf die ersten Wochen nach der Verletzung zurück. Zwei Operationen in Augsburg folgten. Mittlerweile hat der baumlange Oberpfälzer unzählige Stunden im Reha-Zentrum des Clubs am Valznerweiher verbracht. Im Zeitplan ist er immer geblieben. "Es läuft bisher alles gut", erzählte er unserer Zeitung. Das bestätigen auch die Ärzte und Physiotherapeuten, die sein Knie immer wieder prüfen. Auf einen Termin für das erste Spiel nach seiner Verletzung will er sich nicht festlegen. "Ich hoffe einfach, bis zur Winterpause wieder voll belastbar zu sein", sagt er. Dass es noch in der Vorrunde mit einem Einsatz klappt, glaubt er nicht. "Das ist wohl eher unrealistisch", meint der defensive Mittelfeldspieler, der in der vergangenen Saison fünf Tore für den FCN erzielte und damit in den Fokus von Erstligisten wie Borussia Mönchengladbach rückte.

Hoffen auf "Augsburger"


"Manchmal muss ich auch etwas gebremst werden", erzählt er über seine Einheiten in der Reha. Der Rat der Ärzte ist ihm aber dennoch heilig. Nicht gerade aufbauend waren bei ihm wohl die zuletzt gezeigten Leistungen seiner Kollegen. Der Saisonstart mit zwei Punkten aus drei Spielen in der zweiten Liga ist missglückt. "Das 1:6 gegen Braunschweig habe ich am Fernseher gesehen." Und wie lautet sein Urteil? "Natürlich weiß jeder, dass es schlecht war. Aber wir haben auch 35 Minuten gut gespielt." Dennoch glaubt der Raigeringer, dass es bald besser wird: "Ich denke, dass uns die zwei neuen Stürmer helfen werden." Erras erwartet von den zuletzt verpflichteten Shawn Parker und Tim Matavž vom FC Augsburg einiges. Auch auf den neuen Trainer Alois Schwartz lässt er nichts kommen: "Nach einem Trainerwechsel dauert es meist etwas, bis sich alles richtig eingespielt hat." Mit dem von Sandhausen gekommenen Coach hatte er bisher kleinere Unterhaltungen. Um einen konkreten Rückkehrtermin auf dem Platz sei es dabei nicht gegangen. Dennoch könnte Schwartz derzeit vor allem einen fitten Erras bestens gebrauchen.

Manchmal muss ich auch etwas gebremst werden.Patrick Erras
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