Richthammer beim Ironman überragend
Auf Mallorca für Hawaii gebucht

Lothar Richthammer legt sich beim Ironman Mallorca ins Zeug. Auf dem Rad schuf er die Grundlage für seinen Erfolg, beim Laufen machte er dann Hawaii-Quali und Podestplatz in der AK55 klar. Bild: hfz
Sport
Weiden in der Oberpfalz
30.09.2016
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Lothar Richthammer kann für Hawaii buchen. Mit Platz zwei beim Ironman Mallorca sicherte sich der Triathlet des Laface-Teams Weiden zum dritten Mal das Ticket für die WM auf der Insel. Vor dem Start sprach allerdings nichts für einen solchen Erfolg.

/Alcudia. Was recht holprig begann, endete für Lothar Richthammer am Wochenende auf dem Podest des Ironmans Mallorca. Der zweite Platz in der AK55 bedeutete für den 56-Jährigen zugleich die Qualifikation für die Ironman-WM. Allerdings zählt der Wettkampf bereits zur kommenden Saison, so dass der Laface-Triathlet im Jahr 2017 seinen dritten Start auf Hawaii erleben darf.

Dabei hatte eine Oberschenkelzerrung in den letzten Vorbereitungswochen den Start in Frage gestellt und als zwei Tage vor dem Start Diebe am Strand Richthammers Rucksack mit Bargeld, Kreditkarten, Führerschein, Personalausweis und fast neuem Handy stahlen, rückte der Wettkampf völlig in den Hintergrund.

Nun dürfte sich die Erfahrung aus zuvor 30 Ironman-Langdistanzen ausgezahlt haben. Die half Richthammer auch, als kurz vor dem Start erneut Hektik ausbrach: Weil über Nacht die Wassertemperatur deutlich gesunken war, gab der Veranstalter kurzfristig doch die Erlaubnis zum Start im Neoprenanzug. "Niemand hatte den Neo dabei, deshalb ging es schnell zurück ins Hotel", erzählt Richthammer. Trotz der Hektik war er als mittelmäßiger Schwimmer dennoch froh über die Entscheidung.

Das Rennen lief dann wie gewünscht. Nach gut 1:14 Stunden ging er als 23 aus der Bucht von Alcudia. Auf dem Rad spielte Richthammer seine Stärke aus: In 5:17 Stunden fuhr er auf dem hügeligen Kurs vor auf Platz 4. "Beim Marathon lief es von Anfang an richtig gut, nach etwa 25 Kilometer war ich auf Platz zwei."

Kein Supergau


Und doch wurde es nochmals spannend, als schon wenige Kilometer später heftige Wadenschmerzen auftraten. "Ich hatte das Gefühl, dass beim nächsten Schritt alles vorbei ist." Dieser "persönliche Supergau" blieb Richthammer erspart. Mit gedrosselter Kraft ging es die letzten 14 Kilometer ins Ziel. 3:30 Stunden für den Marathon bedeuteteten noch immer die zweitbeste Laufzeit und die Gesamtzeit von 10:12 Stunden die Quali für Hawaii. Als bei einer Verlosung während der Siegerehrung noch ein Start bei einem Ironman in Spanien 2017 heraussprang, war der holprige Start endgültig vergessen.

Noch ein PodestplatzBereits eine Woche vor Richthammers Erfolg stand ein anderer Laface-Athlet auf dem Podest der AK55. Felix Bydkiewski sicherte sich beim Ironman 70.3 Pula in Kroatien ebenfalls den zweiten Platz in einem denkwürdigen Rennen. Das Wetter zeigte sich an diesem Tag von der stürmischen Seite - vor allem beim Laufen als ein Gewittersturm für 30 Zentimeter Wasser auf der Strecke und so beinahe für den Rennabbruch sorgte. Bydkiewski blieb cool und lief seinen Podestplatz sicher nach Hause. (wüw)
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