Schach matt

Nur noch eine Partie läuft und entscheidet den Mannschaftskampf in der Altersklasse U13. Schiedsrichter Helmut Kreutzer (Pindl-Gymnasium Regensburg) und Zuschauer schauen gespannt, was passiert. Bild: hfz
Sport
Weiden in der Oberpfalz
24.10.2014
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Beim größten Schachturnier der Oberpfalz, der Schulschachmeisterschaft 2014, trafen sich 63 Mannschaften aus allen Schularten an der Hans-Scholl-Realschule. Der Gesamtsieg (mit den besten drei Teams) ging erneut nach Regensburg.

Ein ungewöhnlicher Anblick bot sich an der Hans-Scholl-Realschule. In Räumen, in denen normalerweise Mathematik, Englisch oder Geschichte unterrichtet wird, duellierten sich 250 Schülerinnen und Schüler beim Schachspielen. Für den Fremden eine völlig neue Welt.

Der Raum Geschichte ist mit 80 Kindern eigentlich total überfüllt. Das vorprogrammierte Chaos bleibt aber aus. Im Gegenteil: Es herrscht Stille. Die Luft ist stickig. Angespannt sitzen Kinder vor ihren Brettern. Jetzt nur keinen Fehler machen. Effizient rechnen, aber nicht zu viel. Gespielt wird "Schnellschach" und die Uhr ist unerbittlich. Wer seine 20 Minuten Bedenkzeit pro Partie überschreitet, der hat verloren. Es geht es um den Titel Oberpfalzmeister und die Qualifikation zur "Bayerischen". Betreuer und Eltern leiden mit, müssen aber Pokerface bewahren.

In sechs einzelnen Turnieren wurden die Titel ausgefochten: Grundschule, Mädchen, U13, U15, U17 und offene Altersklasse. Zusätzlich zu den von den Sparkassen Oberpfalz Nord und Neustadt/Waldnaab gestifteten Pokalen gab es noch einen großen Wanderpokal für die Schule mit den besten drei Teams im Wettbewerb. Vergangenes Jahr gewann diesen Pokal das Goethe-Gymnasium Regensburg - eine von drei zertifizierten Deutschen Schachschulen der Oberpfalz - hart umkämpft. In diesem Jahr konnte sich eine andere Deutsche Schachschule überlegen die Wertung sichern, das Albrecht-Altdorfer-Gymnasium Regensburg.

Knapp gescheitert

Überhaupt zeigten sich die Mannschaften aus der Schulschach-Boomtown Regensburg übermächtig. Einzig in der offenen Altersklasse, also bei den Ältesten, gelang es dem Ostendorfer-Gymnasium aus Neumarkt einen Titel zu klauen. Fast wäre selbiges dem Stiftland-Gymnasium Tirschenreuth gelungen. Es erspielte sich in der Altersklasse U17 genauso viele Mannschaftspunkte wie das Albertus-Magnus-Gymnasium Regensburg. Da es aber zwei Partien wenige gewonnen hatte (analog zur Tordifferenz beim Fußball), musste es sich mit dem zweiten Platz begnügen. Die Hans-Scholl-Realschule Weiden konnte mit vier Teams an den Start gehen. Sie belegten jeweils gute Mittelfeldplätze.
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