Schwimmen
Wolfs Nervenkrimi um Olympia

Blickt Philipp Wolf Richtung Rio? Noch muss der Altenstädter auf die Nominierung für Olympia warten. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
07.07.2016
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Berlin. Eigentlich sollte am Donnerstagabend fest stehen, ob Philipp Wolf zu den Olympischen Spielen nach Rio fährt. Doch die Qualifikation wird für den Schwimmer aus Altenstadt/WN (Kreis Neustadt/WN) zum Nervenkrimi.

Bei den German Open in Berlin schwamm der Oberpfälzer über die 100 Meter Freistil auf Platz drei. Mit der Zeit von 48,88 Sekunden landete er hinter Steffen Deibler und Marius Kusch. Im Vorlauf war Wolf allerdings schon 48,80 Sekunden geschwommen und mit dieser Zeit reihte er sich auf Platz fünf der Olympia-Quali-Rangliste ein. Rein rechnerisch hätte der Oberpfälzer damit die Qualifikation für die 4x100-Meter-Freistilstaffel verpasst. Aber nur rechnerisch: "Ich glaube, dass er trotzdem zu 70, 80 Prozent dabei ist", sagte sein früherer Trainer beim SV Weiden, Peter Dehling, am Donnerstagabend in Berlin. Denn der deutsche Schwimm-Star Paul Biedermann war zwar in diesem Jahr über die 100 Meter Freistil schneller als Wolf, doch der zweifache Weltmeister wird wohl in Rio nicht in der Staffel starten, da am gleichen Tag das Finale über seine Paradedisziplin 200 Meter Freistil ansteht. Deswegen braucht der DSV einen vierten Mann. Gut möglich, dass die Deutschen in Brasilien mit Steffen Deibler, Damian Wierling, Björn Hornikel und Wolf antreten.

"Das ist alles einfach nur der Wahnsinn", sagte ein immer noch geschaffter Dehling am Beckenrand. Ein kleines Indiz für die Rio-Teilnahme könnte eine Aktion von Bundestrainer Henning Lambertz nach dem Rennen sein: "Er hat Philipp gesagt, er solle den Verantwortlichen seine Kleidergröße mitteilen", hat Dehling mitgekriegt. Steckt Wolf somit bald in Olympia-Klamotten? Die Entscheidung, wen der Schwimmverband letztendlich nominiert, muss bis zum Wochenende fallen.
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