Spannung ab Platz zwei
Regensburg dominiert Oberliga Süd im Eishockey

Sport
Weiden in der Oberpfalz
23.12.2015
80
0

Der EV Regensburg sorgt weiter für Superlative in der Oberliga Süd: Mit den klaren Derbysiegen gegen die Selber Wölfe (7:1) und bei den Blue Devils Weiden (9:4) hat der Spitzenreiter seinen Vorsprung auf 22 Zähler ausgebaut. Zudem hat die Truppe von Trainer Doug Irwin als erste Mannschaft die 100-Tore-Marke übersprungen.

So wie der EV Regensburg (1./62 Punkte) in dieser Saison hat noch kein Team die Oberliga Süd dominiert. Nach 22 von 40 Spielen gibt es kaum noch Zweifel, dass die Oberpfälzer von Platz eins aus in die Play-offs starten werden. Die Zwischenbilanz spricht Bände: 21 Siege, erst eine Niederlage nach Verlängerung, die meisten Tore (115), die wenigsten Gegentreffer (49) und die Führung in fast allen Wertungen der Oberliga Süd. Der 100. Treffer der Domstädter war das 1:0 von Vitali Stähle beim 7:1-Sieg gegen Selb.

Wer den spannenden Bereich in der Liga sucht, der muss sich auf die Plätze zwei bis zehn konzentrieren. Bis Rang zehn deshalb, weil Schlusslicht EHV Schönheide (11./10.) trotz eines Aufwärtstrends und knapper Resultate schon acht Zähler Rückstand auf den Vorletzten EHC Klostersee (10./18) aufweist. Am vergangenen Freitag führten die Sachsen beim EC Peiting bis zur 48. Minute mit 3:1 und verloren noch mit 3:4. Und zu Hause gegen den EHC Bayreuth stand es nach dem zweiten Drittel 2:2, am Ende dann 3:5.

Mit diesem Sieg eroberten die Bayreuth Tigers (2./40) Platz zwei zurück, den sie zwei Tage zuvor durch die 2:4-Heimniederlage gegen die Blue Devils Weiden an den EC Peiting (5./38) verloren hatten. Die Peitinger trugen zum Wechsel-Spiel bei, in dem sie am Sonntag in Selb (6./34) beim Heim-Debüt des neuen VER-Trainers Henry Thom mit 1:2 unterlagen. Der Deggendorfer SC (3./39) und der EC Bad Tölz (4./38) komplettieren die Gruppe der nach jetzigem Stand direkten Play-off-Anwärter.

Auf dem ersten Pre-Play-off-Platz - vier Punkte hinter Selb - folgt der vor der Saison als Top-Favorit für den sofortigen Wiederaufstieg in die DEL2 gehandelte EV Landshut (7./30). Bei den Niederbayern läuft es nicht nur sportlich schlecht, sondern offensichtlich plagen den Traditionsverein auch wirtschaftliche Sorgen. Spieler müssen abgegeben werden, der erste Abgang ist Stürmer Markus Eberhardt zu den Heilbronner Falken.

Die Blue Devils Weiden (8./28) haben nach fünf Siegen aus den letzten acht Partien nur noch zwei Zähler Rückstand auf den EVL. Eine interessante Konstellation vor dem direkten Duell am Montag, 28. Dezember, in Landshut. Beim ersten Gastspiel in Niederbayern feierte das Team von Trainer Markus Berwanger am 4. Oktober einen 5:2-Erfolg.

Devils gegen Sonthofen


Zuvor steigt in der Hans-Schröpf-Arena ein wichtiges Match. Am zweiten Weihnachtsfeiertag, Beginn um 18.30 Uhr, kreuzt der ERC Sonthofen (9./23) mit Oberliga-Torjäger Jordan Baker (24 Tore) in Weiden auf. Mit einem Dreier wollen die Oberpfälzer die Distanz zu den Allgäuern vergrößern. Doch Vorsicht: Die ersten Partien gingen mit 4:3 und 5:3 an die Sonthofener, die zudem mit dem erfahrenen Gerd Wittmann einen neuen Trainer an der Bande haben.
Weitere Beiträge zu den Themen: Markus Berwanger (24)Blue Devils Weiden (143)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.