SpVgg SV jubelt
Scherm trifft in letzter Minute zum 2:1 in Haibach

In dieser Szene jubeln die Weidener über ihren 1:1-Ausgleich bei Alemannia Haibach. Am Ende war die Freude noch größer, denn Johannes Scherm schaffte in der 94. Minute sogar noch den Siegtreffer. Bild: Björn Friedrich
Sport
Weiden in der Oberpfalz
06.03.2016
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Sie gaben nicht auf und wurden noch belohnt. In der 94. Minute schaffte die SpVgg SV in Haibach den Siegtreffer. Johannes Scherm war erst Unglücksrabe und dann Held.

Haibach. Die SpVgg SV Weiden hat ihr Auftaktspiel im Jahr 2016 in der Bayernliga Nord erfolgreich gestaltet. Am Ende war Johannes Scherm der gefeierte Held, der in der 94. Minute einer spannenden Partie beim SV Alemannia Haibach den positiven Schlusspunkt für die SpVgg SV setzte. Überhaupt war Scherm stets im Blickpunkt dieser Partie und an allen spielentscheidenden Situationen beteiligt. Trainer Tomas Galasek war froh über den Sieg: "Es war der erwartet harte Kampf. Der späte Treffer ist dann natürlich auch ein wenig Glück, aber wir wollten den Sieg unbedingt." Gleichzeitig zollte er seiner Mannschaft ein extra Lob, da diese aufgrund eines Staus erst etwa zehn Minuten vorm offiziellen Anstoß ankam. Das Spiel konnte dadurch erst mit fünfzehnminütiger Verspätung angepfiffen werden: "Das war nicht einfach, so schnell die Einstellung zum Spiel zu finden, umso bemerkenswerter ist unser Auftritt heute gewesen. Es war eine Top-Leistung." Galasek setzte in diesem richtungsweisenden Duell auf die Neuzugänge Alexander Jobst und Lukas Hudec von Beginn an. Dazu startete Rafael Wodniok für Matthias Heckenberger im defensiven Mittelfeld .

Beide Teams agierten zunächst abwartend. Die Abwehrreihen standen sicher und Chancen waren Mangelware. Einzig Lukas Hudec konnte sich in der fünften Minute energisch im Sechzehner durchsetzen, zielte aber zu ungenau. Auf der Gegenseite hatten die Gäste bei einem Innenpfostentreffer von Haibachs Sturmführer Christian Breunig Glück (14.) In der 40. Minute stand Johannes Scherm bei der ersten nennenswerte Szene des Spiels zum ersten Mal im Blickpunkt. Bei einer unübersichtlichen Situation sprang ihm der Ball im Strafraum an die Hand, Schiedsrichter Roman Potemkin entschied zu Recht auf Handelfmeter für Haibach. Arwed Kellner ließ Torwart Dominik Forster keine Chance und brachte die Unterfranken in Führung.

Auch in der zweiten Hälfte entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, wobei die SpVgg SV mehr und mehr die Oberhand gewann. Erste kleine Möglichkeiten von Josef Rodler und Ralph Egeter wurden aber noch liegen gelassen. Wieder in den Mittelpunkt rückte dann Scherm, als dieser auf der linken Seite rüde von Eprahim Oworuya von den Beinen geholt wurde, der daraufhin Rot (70.) sah.

Spätestens diese Aktion war der Startschuss für Weidens Schlussoffensive, die bereits nach drei Minuten durch ein Eigentor von Breunig belohnt wurde. Dieser wollte in höchster Not vor Egeter klären, überwand allerdings damit seinen eigenen Torhüter (73.). Trotz der zahlenmäßigen und spielerischen Überlegenheit dauerte es bis zur 94. Minuten, bis Weiden wieder gefährlich wurde, dies aber gleich in Zählbares umwandelte. Scherm war wieder zur Stelle, nahm einen Freistoß von Wodniok aus 24 Metern gekonnt mit und setzte den umjubelten Schlusspunkt aus Oberpfälzer Sicht.

"Wir sind angekommen in der Liga und weiterhin dabei, jetzt wollen wir nächste Woche nachlegen", blickte Galasek bereits auf den Heimauftakt am Weidener Wasserwerk voraus, wenn am Samstag der Tabellenzweite SV Seligenporten zum Spitzenspiel gastiert. Mit einem Sieg wäre die SpVgg SV wieder dabei im Aufstiegsrennen.
Der späte Treffer ist dann natürlich auch ein wenig Glück, aber wir wollten den Sieg unbedingt.Trainer Tomas Galasek
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