SpVgg-SV-Sportvorstand Philipp Kaufmann kündigt Analyse im Winter an
„Es ist nicht alles gut“

"Wir gehen den Weg jetzt in der gewohnten Konstellation bis zum Winter weiter." Zitat: Philipp Kaufmann
Sport
Weiden in der Oberpfalz
25.09.2016
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Nachdem er eine Nacht darüber geschlafen und sich am Sonntagvormittag lange mit Trainer Tomas Galasek zusammengesetzt hatte, sprach Philipp Kaufmann, Sportvorstand der SpVgg SV Weiden, auf NT-Nachfrage Klartext: "Wir müssen unser Saisonziel korrigieren. Statt oben mitzuspielen, gilt es nun, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben." Nach der Klatsche von Eichstätt (0:6) und der internen Aussprache während der Woche hatte sich nicht nur Kaufmann gegen Feucht (2:5) ein anderes Ergebnis erwartet. "Der Auftakt war vielversprechend, aber danach fiel unser System wieder wie ein Kartenhaus zusammen."

Kaufmann zog daraus seine persönliche Lehre: "Ich muss meine Aussage revidieren: Bei uns stimmt nicht alles. Bei der Aussprache kamen scheinbar längst nicht alle Problempunkte zur Sprache." Für ihn sei nun klar, wo er die Hebel ansetzen müsse. In der Mannschaft scheine es tiefgründigere Probleme zu geben. Außerhalb jeder Kritik ist weiter Trainer Tomas Galasek - noch. "Wir gehen den Weg jetzt in der gewohnten Konstellation bis zum Winter weiter. In der Pause stellen wir alles auf den Prüfstand. Und sollten wir zu der Erkenntnis gelangen, den Karren gegen die Wand gefahren zu haben, werden wir auch die entsprechenden Konsequenzen ziehen." Diese Aussage betreffe nicht nur Galasek, sondern auch Kaufmann selbst. "Ich mime nicht den Sonnenkönig, sondern hinterfrage meine Entscheidungen."

Ein sofortiger Trainerwechsel sei schon mangels Alternativen kein Thema. "Wenn wir jetzt einen Trainer aus dem Hut zaubern, der die fachliche Kompetenz aufweist und zu unserer Mannschaft passt, würde das heißen, wir wären vorbereitet. Das sind wir aber nicht." Stattdessen lobte er Galasek dafür, auf Talente aus dem eigenen Nachwuchs zu setzen. "Er könnte es sich einfach machen und die ganzen Routiniers bringen. Das wäre aber entgegen unserer Philosophie." Vielmehr seien die vielen Verletzten der Grund allen Übels. "Wir haben noch keine Stammformation gefunden." Da die Kontrahenten auch nicht "übermäßig punkten", sei das Ruder noch herumzureißen. Das ist auch notwendig, sonst droht der SpVgg SV eine besonders frostige Winterpause.

Wir gehen den Weg jetzt in der gewohnten Konstellation bis zum Winter weiter.Philipp Kaufmann
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