SpVgg SV Weiden beim Super-Aufsteiger ASV Neumarkt
Galasek setzt auf die Abwehr

Alexander Jobst (links) soll der Weidener Abwehr auch in Neumarkt Stabilität verleihen. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
03.09.2016
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Derbyzeit in der Bayernliga Nord: Die SpVgg SV Weiden gastiert am Samstag um 15 Uhr beim ASV Neumarkt zum dritten und letzten Oberpfalzderby der Hinrunde. Dabei streben die Max-Reger-Städter nach dem Sieg gegen die DJK Ammerthal (2:0) und der knappen Niederlage beim FC Amberg (2:3) zumindest eine Punkteteilung an.

Trainer Tomas Galasek blickt der Partie zuversichtlich entgegen. "Wir sind wieder in der Lage, jeden Gegner dieser Liga zu ärgern. Die letzten Partien haben uns Selbstvertrauen zurückgegeben. Die Körpersprache meiner Spieler ist eine ganz andere. Allein der Umstand, dass wir nach der schweren Pokalpartie bei dieser Hitze gegen Großbardorf alles investiert haben, belegt das."

Nach dem verpatzten Saisonstart ist die SpVgg SV Weiden in der Tat wieder in ruhigerem Fahrwasser. Drei Spiele ohne Niederlage und Gegentor belegen diese Tendenz und ließen die SpVgg SV bis auf Rang acht der Tabelle vorrücken. Galasek hat wieder ein gutes Gefühl für den weiteren Saisonverlauf, was nicht immer so war: "Vor ein paar Wochen habe ich mich schon gefragt, ob jeder wirklich alles aus sich herausholen will. Wir haben zu schnell den Kopf in den Sand gesteckt, wenn wichtige Spieler gefehlt haben. Jetzt haben wir aber gezeigt, dass wir auch dann konkurrenzfähig sind."

Die Tatsache, dass die Wasserwerkelf Woche für Woche wichtige Bausteine seiner Stammformation ersetzen muss, ist nicht unter den Teppich zu kehren. Stefan Graf und Ralph Egeter fehlen schon länger und auch Lukas Hudec muss nach einem Treppensturz noch ungefähr vier Wochen pausieren. Dazu sind am Samstag mit Marco Kießling und Andreas Wendl zwei Spieler urlaubsbedingt nicht im Kader. Umso wichtiger ist, dass mit Benjamin Werner und Alexander Jobst zwei erfahrene Bayernliga-Akteure wieder einsatzbereit sind.

Beim ASV Neumarkt hängen die Trauben allerdings hoch. Der Aufsteiger aus der Landesliga Nordost hat die Euphorie mit in die neue Liga genommen. Mit nur einer Niederlage aus den ersten neun Spielen, 20 Punkten auf dem Konto und Tabellenplatz zwei schwebt der ASV aktuell weit über dem Saisonziel Klassenerhalt. Nach zwei Jahren Abstinenz von der Bayernliga Nord startete die Truppe von Trainer Dominik Haußner furios und zeigte sich als wahrer Spezialist für die Oberpfalzderbys. Nach dem 5:0 gegen die DJK Ammerthal Anfang August, siegten die Rot-Weißen in der Vorwoche mit 1:0 am Schanzl beim FC Amberg.

Aufpassen muss die Weidener Defensive vor allem auf Stürmer Christian Schrödl, der in der Aufstiegssaison 40 Tore in 32 Spielen erzielte und auch heuer bereits vier Mal erfolgreich war. Trotz der guten Form der Neumarkter möchte sich die SpVgg SV Weiden nicht verstecken. "Wir haben unser System gefunden und wollen auch auswärts wieder kompakt auftreten. Das macht uns im Moment stark, gerade deswegen, weil wir im spielerischen Bereich noch zulegen können", weiß Galasek, dass die Defensivleistung der entscheidende Faktor sein wird.

Ehrgeiz zeigen


Mit einem Sieg würde die SpVgg SV Weiden weiter in der Tabelle klettern und den Anschluss ans obere Mittelfeld herstellen. Ein Fakt, an den Galasek noch nicht denken möchte, aber mit dem er sich durchaus anfreunden könnte: "Es ist doch wesentlich schöner im oberen Bereich der Tabelle mitzuspielen, als irgendwo im Mittelfeld. Diesen Ehrgeiz müssen wir haben und zeigen, dass wir wieder dorthin kommen wollen."

Vor ein paar Wochen habe ich mich schon gefragt, ob jeder wirklich alles aus sich herausholen will. Wir haben zu schnell den Kopf in den Sand gesteckt, wenn wichtige Spieler gefehlt haben.Tomas Galasek, Trainer SpVgg SV Weiden
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