Stark in Andechs
Zeus siegt beim EM-Sichtungslauf

Es geht nicht nur bergauf: Maximilian Zeus beim Andechser Berglauf, den der Pirker gewann. Bild: hfz
Sport
Weiden in der Oberpfalz
20.04.2016
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Der Bundestrainer war begeistert, Maximilian Zeus sehr zufrieden. Beim Berglauf in Andechs war der junge Pirker fast schon in EM-Form. Die Nominierung ist zu 99,9 Prozent sicher.

Andechs/Pirk. Starke Premiere: Das erste Mal dabei und dann gleich Sieger. Maximilian Zeus aus Pirk (Kreis Neustadt/WN) gewann am Wochenende den traditionellen Andechser Berglauf. Der Student absolvierte die 15,8 Kilometer lange Strecke in der Zeit von 1:00:16 Stunden. "Die Strecke war vom technischen her sehr anspruchsvoll", erklärte der Pirker: "Oft waren es schmale Wege und dann gab es abrupte Richtungswechsel", ergänzte er. Der Andechser Lauf ist auch bekannt für sein ständiges Auf und Ab. Und das Geläuf war nicht einfach. "Es war leicht schlammig", berichtet Zeus.

Das alles machte dem Oberpfälzer aber nicht viel aus, stellte er doch durch seine Vorstellung seine derzeit starke Form unter Beweis. Das Ticket für die EM in Arco am Gardasee - Andechs war dabei ein Sichtungslauf - ist nur noch Formsache. "Ich denke, ich bin fast sicher dabei", sagt Zeus. Auch Bundestrainer Kurt König (Mittenwald) lobte die starke Vorstellung von Zeus und auch Domenika Mayer aus Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg, die den Lauf bei den Damen gewann. Die 25-Jährige siegte in 1:07:10 Stunden - mit mehr als zehn Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierte. König jubelte: "Ihr beide seid ein Glücksfall." Aufgrund der eher ungewöhnlichen Bergauf-Bergab-Strecke auch bei der EM, hatte er befürchtet, keine geeigneten Athleten für den Auftritt am Gardasee zu finden.

Zeus lag in Andechs bis Kilometer acht hinter Felix Thum (Kassel), dann gab der Oberpfälzer richtig Gas. Am Ende hatte Zeus im Ziel fast eine Minute Vorsprung. Mayer war bei ihrer Berglauf-Premiere und dem ersten Wettkampf mit mehr als zehn Kilometern Länge zunächst unsicher, welches Anfangstempo das richtige sei. Den Tipp ihres Trainers, Ehemann Christian, setzte sie dabei wörtlich um: Sie sollte sich anfangs etwa beim zehntbesten Mann einreihen, um ins Rennen zu finden. Diesen Ratschlag befolgte sie bis ins Ziel und kam auf Gesamtplatz zehn an. Im Gelände machte sich ihre mangelnde Erfahrung auf solchen Strecken ("Es war sehr matschig, das zehrt an den Kräften - und an der Psyche") mit solchen Gegebenheiten bemerkbar. Ein leichter Wettkampflaufschuh war für dieses Gelände und diesen Untergrund die falsche Wahl. So blieben mehrere Sekunden unnötig liegen.
Oft waren es schmale Wege und dann gab es abrupte Richtungswechsel.Maximilian Zeus über das Profil der Strecke
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