Strafe für den Jahn
Regensburg heute in Amberg zu Gast

Sport
Weiden in der Oberpfalz
12.04.2016
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David gegen Goliath, FC Amberg gegen den SSV Jahn. Der FCA gibt aber vor dem Spiel am Dienstagabend noch lange nicht auf. Die Regensburger sind auch nicht gut drauf und müssen jetzt auch noch selbst schauen, wie sie von der Donau an die Vils kommen.

Amberg. Mit gut eineinhalb Monaten Verspätung steht das Nachholspiel des 23. Spieltags der Regionalliga Bayern an. Anpfiff für das Oberpfalzderby ist am Dienstag um 17.45 Uhr im Stadion am Schanzl. Und als ob das Derby zwischen dem FC Amberg und dem SSV Jahn Regensburg nicht naturgemäß schon genug Pfeffer in sich hätte, bekommt es aufgrund der Tabellensituation beider Teams zusätzlich einen Schuss Brisanz.

Der Tabellenführer ist haushoher Favorit und könnte mit einem Sieg den Vorsprung auf Verfolger Burghausen auf vier Punkte ausbauen. Für seine Verhältnisse gesehen schwächelt der Jahn derzeit etwas. Aus den letzten fünf Ligaspielen gab es nur zwei Siege, davor blieb die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich (44) drei Spiele ohne Sieg, verlor dabei auch in Buchbach. Zumindest am vergangenen Wochenende gewann man wieder, doch auch gegen den Tabellenletzten Rain musste Regensburg sich beim knappen 1:0 mehr strecken als erwartet. Manche Situation aus diesem Spiel könne "einem Angst machen", so das Fazit von Herrlich, der dabei auch mit seiner Offensivabteilung nicht voll zufrieden war: "Wir haben es ein weiteres Mal im letzten Drittel schlecht ausgespielt und die Torchancen liegenlassen."

Das erlösende Tor kam von Markus Ziereis. Der 23-jährige Top-Torjäger hatte in den acht Spielen zuvor nur eines seiner insgesamt 13 Tore erzielen können. Trotz seiner Treffer ist die Auswärtsbilanz der Regensburger eher ernüchternd: 18 Punkte aus 13 Spielen holte man nur, den letzten Auswärtssieg gab es Anfang September beim TSV 1860 München II. Nicht nur deshalb streicht Herrlich seinen Profis einige Privilegien. So müssen die Regensburger zum Spiel in Amberg mit Privat-Pkw anreisen. "Es muss ein Zeichen gesetzt werden", sagt der Coach, für den das Ganze aber eine einmalige Aktion ist.

Selbstvertrauen über gute Aktionen holen und mit Willen und Leidenschaft ins Spiel beißen - so wird der FC Amberg wohl dieses Derby angehen. Nach sechs Niederlagen in Folge ohne einziges Tor steckt man mitten im Abstiegskampf. Jetzt sind die Spieler gefordert. "Einsatz und Kampf sind da, aber dafür immer nur Komplimente zu bekommen, hilft uns nicht weiter", sagt FC-Trainer Timo Rost, der weiterhin von seinen Spielern verlangt, "Gras zu fressen". Klar ist eines: Wer für dieses Spiel motiviert werden muss, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Das Thema Klassenerhalt ist bei weitem noch nicht durch, auch wenn es äußerst schwierig wird. Aber eine Überraschung im Derby gegen den Titelfavoriten der Liga könnte Kräfte freisetzen, die für die letzten Spiele unabdingbar wären. Dafür braucht es aber weiterhin vor allem eines: Tore.

Lincke gesperrt


Nicht zur Verfügung stehen Rost Frank Lincke (fünf Gelbe Karten) und Benjamin Werner (Innenband). Jan Fischer hat seine Rot-Sperre hingegen abgesessen und kehrt zurück.
Es muss ein Zeichen gesetzt werden.Jahn-Trainer Heiko Herrlich zur ungewöhnlichen Anreise der Jahn-Profis mit Privat-Pkw
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