SV Weiden: Neues Konzept und neues Team
Umbruch bei den Wasserballern

"Macht weiter, bleibt beieinander", forderte Ehrenmitglied Oswald Dagner die Führungscrew des Schwimmvereins auf. Vorsitzender Reinhard Meier (Achter von links), seine Stellvertreter Klaus Kunz (Elfter von links) und Petra Neulinger (sitzend, rechts) sowie die Abteilungsleiter und Ausschussmitglieder durften sich über eine einstimmige Wiederwahl freuen. Irek Luczak (links) kündigte an, im nächsten Jahr die Führung der Wasserball-Abteilung abgeben zu wollen. Bild: Wieder
Sport
Weiden in der Oberpfalz
26.03.2015
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Irek Luczak, der ParadeWasserballer des Schwimmvereins, ist ehrgeizig wie eh und je. Seit 23 Jahren leitet er die Wasserball-Abteilung. Doch im nächsten Jahr will er den Stab weitergeben. Ein Jahr, so meint er, sei ein fairer Zeitraum, um ein Konzept und das Team zu finden, das die erfolgshungrigen Wasserballer führen kann.

Die Verantwortung müsse künftig auf mehrere Schultern verteilt werden, schlug Irek Luczak bei der Hauptversammlung des Schwimmvereins am Dienstagabend vor. Noch ein Jahr gibt er sich und seinem Stab, um die künftige Spitze der Wasserball-Abteilung neu formieren zu können.

Im Mittelpunkt stehe weiter die Sorge um den kontinuierlichen "Nachschub" aus der eigenen Jugend. Da die EU-Ausländerregelung gelockert wurde und andere Vereine "Weltstars" eingekauft hätten, werde es für den Schwimmverein zunehmend schwerer, in der Bundesliga zu bestehen. "Das ist generell eine traurige Entwicklung im deutschen Wasserball, bringt sehr viel Ungerechtigkeiten. Unsere jungen Spieler drohen auf der Strecke zu bleiben."

Nicht über fehlende Nachfrage, sondern über die fehlenden Trainingsmöglichkeiten für ihre jungen Schwimmer echauffierte sich Ines Rothe, die Leiterin der Schwimmabteilung. In den Wintermonaten könne sie keine Schwimmkurse anbieten, was bei vielen Eltern auf Unverständnis stoße. Noch deutlicher wurde sie in ihrem schriftlichen Bericht. Die Schwimmer klagten über den allgemeinen Zustand des Realschulschwimmhalle. Vielleicht seien diese Bedingungen auch ein Grund, warum der SV Weiden bei Bewerbungen für Veranstaltungen auf Bezirksebene keine Berücksichtigung gefunden haben. Dies sei ärgerlich, weil der Schwimmabteilung die Einnahmen aus den Wettkämpfen fehlten. Die überaus erfolgreichen Schwimmer, herausragend sind Lisa Biersack, Sandro Weiß und Christoph Argauer, mussten fast 5000 Euro an Startgeldern bezahlen. Hinzu kommen nicht geringe Fahrtkosten von über 5000 Euro im vergangenen Jahr.

Ebenso wie Irek Luczak dankte Ines Rothe den ehrenamtlichen Trainern und Betreuern, den Eltern, die Fahrdienste leisten, sowie den Sponsoren, ohne die der Betrieb nicht aufrecht erhalten werden könne.
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