TB-Vorsitzender erklärt bei Hauptversammlung: Noch keine Einigung mit Grundstücksinvestor
Turnerbund muss sich gedulden

Bislang ist es ein Spiel ohne Ergebnis, auf das sich der Turnerbund eingelassen hat: Denn noch einigte sich der Verein nicht mit dem Kaufinteressenten für die Beachvolleyball- und Fußballfelder. Eine Einigung aber braucht es, weil sonst die Schuldenlast Verein zu erdrücken droht. Bild: rdo
Sport
Weiden in der Oberpfalz
19.03.2016
50
0

Der Weg ist eingeschlagen. Doch das Ziel haben der Turnerbund und der Interessent an den Flächen der Fußball- und Volleyballfelder noch nicht erreicht. Sie müssen sich erst verkaufseinig werden, um dem Verein eine schuldenfreie Zukunft zu ermöglichen. Der TB-Vorsitzende setzte eine Frist.

Bei der Jahreshauptversammlung des Turnerbunds Weiden am Donnerstagabend informierte TB-Vorsitzender Bernhard Schlicht die Mitglieder über den Sachstand der geplanten Grundstücksveräußerungen zur Tilgung der angehäuften Vereinsverbindlichkeiten.

Derzeit laufen die Verhandlungen bezüglich der Fußball- und Beachvolleyballfelder mit der Firma Robl Projektentwicklungsgesellschaft GmbH. Es liegt ein zweiter Notarentwurf vor. In schwierigen Verhandlungen sind noch Details zu lösen wie die Löschung von Dienstbarkeiten und der Eintragung von Leitungsrechten. Schlicht hofft, dass bis zum Spätsommer eine Einigung erzielt werden kann, die dann dem Turnrat zur Zustimmung vorgelegt werden muss. Gibt es keine Einigung, muss laut NT-Informationen auf alternative Interessenten zurückgegriffen werden. Denn die Zeit drängt. Schließlich muss die Tennisabteilung im Spätherbst die bislang ausgesetzten Tilgungen wiederaufnehmen. Vorsitzender Schlicht will die Abteilungsleiter in den Turnratssitzungen immer auf dem Laufenden halten. 2015 erfolgte eine weitere Schuldentilgung um 7506 auf 356 256 Euro.

TB-Ehrenvorsitzender Herbert Tischler erläuterte dazu, dass die Verbindlichkeiten der Tennisabteilung TC Grün-Rot vom Bau der Tennisanlagen herrühre und durch den Mitgliederschwund von über 600 auf 260 Mitglieder der erforderlichen Kapitaldienst für die Tennisabteilung nicht mehr zu schultern gewesen sei. Der TB sah sich deshalb in der Pflicht, diese Schulden mit dem Verkauf von Liegenschaften zu tilgen, um der Stadt keine Vereinsverbindlichkeiten aufzubürden. Aus 13 interessierten Investoren wurde der vermeintlich beste herausgesucht. Der Verein sei aber auch nicht verpflichtet, öffentliche Aufgaben im Stadtteil Hammerweg zu übernehmen, wie es manche Mitglieder in der Vergangenheit forderten, stellte der Ehrenvorsitzende klar.

Der Erlös aus den Verkäufen komme den Sportlern und Abteilungen zugute. Eine Schalluntersuchung bezüglich der Grundstücksverkäufe sei angefertigt worden, wie Kassenwart Hans-Georg Allertseder mit Ausgaben verbuchte.

Die Hauptversammlung genehmigte eine Satzungsänderung, die künftig den Zugriff des Hauptvereins und des Turnrates auf einzelne Abteilungskassen zulässt, um - wie TB-Vorsitzender Schlicht erläuterte - die Kassengeschäfte im Bedarfsfall an sich zu ziehen.

Ein ausführlicher Bericht zu den anderen Inhalten der Hauptversammlung folgt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.