Tennis
Internationaler Erfolg für Böckl

Sport
Weiden in der Oberpfalz
28.04.2016
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Bei den Wilson Open der Seniors Serie im türkischen Ali Bey/Manavgat bezwang Fred Böckl im Finale den Topfavoriten Andrew Rae aus Australien mit 7:5 und 6:2. In dem, auf die neue Kategorie "Grade A" hochgestuften Turnier, knüpfte er an seine bisherigen nationalen und internationalen Erfolge an.

Im hochklassig besetzten 32er Feld der AK 65 spielte erstmals Andrew Rae. Der Australier war bereits Weltmeister und Weltranglistenerster in den Altersklassen 45, 50, 55 und 60. Böckl, im Tableau an Position zwei gesetzt, spielte sich souverän mit glatten Zweisatzsiegen durch die ersten beiden Runden.

Im Halbfinale traf er auf Gerd Dahmen, aktuelle Nummer zwei in Deutschland und Nummer acht der Weltrangliste. Böckl ließ von Anfang an keine Zweifel aufkommen, wer der Sieger des Matches sein wird. Mit 6:2 und 6:1 qualifizierte er sich für das Finale gegen Rae. Dieser hatte die Nummer drei im Turnier, Peter Marklstorfer, mit 6:3 und 6:2 besiegt.

In einem hochklassigen Finale spielte der Oberpfälzer zur Verwunderung der Zuschauer ohne jeglichen Respekt. Er nutzte jede Möglichkeit seinen langen und präzisen Grundschlägen nachzugehen, um diese anschließend mit sehenswerten Volleys abzuschließen. Der Australier konterte mit schier unglaublichen Passierbällen.

Spektakuläre Spielweise


Trotz der spektakuläreren Spielweise von Böckl, lag dieser im ersten Satz mit 3:5 zurück. Er blieb aber trotz dieses Rückstandes seiner offensiven und riskanten Spielweise treu, gewann vier Spiele hintereinander und somit den Satz mit 7:5. Danach war der Weidener nicht mehr zu bremsen. Mit einem klaren 6:2 im zweiten Satz holte er sich den Titel und schob sich wieder an die dritte Stelle der Weltrangliste.

Einziger Wermutstropfen war die unverständliche Terminplanung der International Tennis Federation (ITF). Bereits am Folgetag begannen die Europameisterschaften in Side (Türkei). Durch die körperlichen Strapazen war Böckl stark gehandicapt und musste im Halbfinale bei Satzgleichstand gegen den amtierenden Weltmeister Bruno Renoult (Frankreich) wegen einer Zerrung aufgeben. Sein Resumee: "14 Tage ohne Pause, Finale im Einzel und Doppel in Ali Bey, Halbfinale im Einzel und Finale im Doppel in Side sind dann doch etwas zu viel. So eine Turnierplanung ist nicht akzeptabel und gefährdet die Gesundheit aller Spitzenspieler in dieser Altersklasse."
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