Triathlon
Gomez-Islinger wieder in der Spur

Teilweise schon vor dem Frühstück heißt es für die Weidener Triathletin, ab ins Wasser. Aber trotzdem hat Marlene Gomez-Islinger Spaß. Bild: privat
Sport
Weiden in der Oberpfalz
26.02.2016
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Marlene Gomez-Islinger ist krank, sie fühlt sich müde, schlapp - das über Wochen hinweg. An Training ist nicht zu denken. Aber das ist Vergangenheit. Die Weidener Triathletin ist längst wieder fit. Und das will sie in dieser Saison zeigen.

2015 hätte für Marlene Gomez-Islinger ein super Jahr werden können. Top fit startete sie in die Saison. Sie dominierte im April den Europacup-Triathlon in Melilla und gewann im Mai einen Triathlon im baden-württembergischen Rheinfelden. Aber das war's. Bei der U23-Europameisterschaft musste sie aussteigen. "Ich war einfach nicht gesund. Zuerst hatte ich eine verschleppte Blasenentzündung, dann noch eine Nieren- und Beckenentzündung", blickt die 22-Jährige zurück. Im Juni lag sie drei Tage im Krankenhaus, musste Antibiotika schlucken und durfte zehn Tage keinen Sport machen. Und es wurde noch schlimmer. Im August kam das Pfeiffersche Drüsenfieber dazu. "Ich war frustriert. Und als ich halbwegs wieder gesund war, kam beim Training einfach nichts raus", sagt sie. So vergingen quälende Wochen, bei denen auch der Kopf nicht mitspielen wollte.

Die Wende zeichnete sich im September ab. "Der Bundestrainer rief an und sagte, dass ich nach dem tollen Europacup-Ergebnis im Frühjahr wieder im Nationalteam bin." Dadurch hoch motiviert stieg die Athletin der DJK Weiden ab Oktober richtig ins Training ein. "Ab da lief es wieder." Den Schliff für die anstehende Saison holt sie sich zur Zeit in Colonia de Sant Jordi auf Mallorca. "Wir Schwimmen oder Laufen am Morgen, teilweise schon vor dem Frühstück", sagt sie am Telefon. "Nachmittags ist Krafttraining oder Radfahren."

Ich war frustriert. Als ich halbwegs wieder gesund war, kam beim Training einfach nichts raus.Marlene Gomez-Islinger

Und am Abend, wenn die Kolleginnen des Nationalkaders gemütlich zusammensitzen, feilt Marlene Gomez-Islinger an ihrer Bachelor-Arbeit. "Am 20. März ist Abgabetermin", erklärt die Studentin für Medien und Kommunikation. Zuvor ist am 10. März in Potsdam noch eine Leistungskontrolle für die U23-Athleten, am 21. März steht das nächste Trainingslager in Italien an. "Es werden aufregende Wochen für mich", ist Marlene Gomez-Islinger sicher, die bei Welt- und Europa-Cups möglichst gute Ergebnisse erreichen möchte. Für den TSV Erlangen streift sie zudem das Bundesliga-Trikot über. "Wir sind da ein sehr starkes, junges Team mit deutschen Athletinnen." Und Olympia in Rio? "Für mich diesmal kein Thema", sagt sie. "Anne Haug ist schon so gut wie qualifiziert. Sophia Saller, die hier mit mir auf Mallorca ist, ist eine der fünf heißen Kandidatinnen auf einen der noch zwei freien Plätze. Ich gehöre nicht dazu. Aber das ist o.k."

Marlene Gomez-Islinger hat andere Prioritäten. "Ich freue mich auf die Wettkämpfe und hoffe, dass ich ohne Krankheit oder Verletzung über den Sommer komme."

HintergrundBei den Bundesligawettbewerben geht es für die Triathleten über die Sprint-Distanz. Hier müssen die Athleten 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen.

Bei den Welt- und Europacups ist die Olympische-Distanz gefordert mit 1500 Metern Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen.

"Das hat beides seinen Reiz", sagt Marlene Gomez-Islinger. "Die Sprintdistanz ist aber wesentlich hektischer."
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