Unerwarteter Punktverlust
Weidener Wasserballer sauer auf die Schiedsrichter

SV-Trainer Gerhard Wodarz kann es nicht fassen: Seine Jungs gaben beim abgeschlagenen Schlusslicht Fulda einen Punkt ab. Die Weidener fühlten sich aber auch von den Schiedsrichtern benachteiligt. Bild: G. Büttner
Sport
Weiden in der Oberpfalz
01.03.2016
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Erster Auswärtspunkt für die Weidener Wasserballer und erster Saisonzähler für das Schlusslicht Fulda: Eigentlich könnte jeder damit zufrieden sein. Dem war aber natürlich nicht so.

Fulda. Klar, die Fuldaer waren mit diesem Punkt, diesem 9:9, am Samstag im Spiel der Bundesliga-Hauptrundengruppe B durchaus zufrieden, die Weidener dagegen waren bitter enttäuscht. SV-Trainer Gerhard Wodarz sah sogar einen direkten Einfluss der Schiedsrichter auf das 9:9 und äußerte sich nachher kritisch über deren Leistung: "Ich habe schon einiges in diesem Sport erlebt, kann mich aber nicht erinnern, ob ich so etwas schon mitmachen musste. Unsere Angriffe wurden reihenweise im Entstehen mit unzähligen Stürmerfouls gegen uns zerstört. Wir müssen froh sein, dass wir den einen Punkt noch mitnehmen, auch wenn der Punktverlust schwerwiegend für die Endabrechnung werden kann. Die beiden Herren haben sich heute die Bezeichnung unparteiisch leider nicht verdient", schimpfte der Weidener Coach direkt nach dem Spiel.

Die SV-Akteure verbesserten sich zwar dank des Punktes auf den fünften Tabellenplatz, der auch das Ziel in der Hauptrunde ist. Sie sind aber punktgleich mit dem SC Neustadt/Weinstraße. Wenn die Weidener ihre verbleibenden Heimspiele gewinnen, wird es womöglich am Ende zwischen den beiden Teams auf die Tordifferenz ankommen. Mit einem Sieg in Fulda hätte man sich die Rechenspielchen wohl erspart. Dennoch, es verbleiben noch drei Spieltage, in denen sehr viel passieren kann.

Das Spiel in Fulda vor über 300 Zuschauern verlief anfangs aus Sicht der Oberpfälzer Gäste holprig. Sie gingen zwar mit 1:0 und 2:1 in Führung, gerieten aber dann in einer Schwächephase, von zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen beeinflusst, mit 3:6 in Rückstand. Die Weidener kämpften sich aber wieder auf 6:6 heran.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste zwar überwiegend die Initiative, konnten sich aber nicht entscheidend absetzen und mussten nach jeder Führung einen Ausgleichstreffer einstecken. So auch zwei Minuten vor Spielende durch David Horvath, der den 9:9-Ausgleich erzielte. Die Oberpfälzer mussten sogar noch um diesen einen Punkt zittern, da sie durch zwei weitere Wasserverweise in Unterzahl Gefahr liefen, die Partie zu verlieren.

Nächstes Wochenende geht es für die Weidener gegen den nächsten Aufsteiger. Zu Gast in der Thermenwelt ist am Samstag (17 Uhr) der weitaus stärker als Fulda eingeschätzte Duisburger SV 98.

SV Weiden: Tor: Vladimir Srajer; Feld: Thomas Aigner (1 Tor), Louis Brunner, Michael Trottmann, Thomas Kick (2), Andras Langmar (1), Nikolaj Neumann (1), Marek Janecek, David Tamas, Andreas Jahn, Sean Ryder (4), Jakob Ströll, Matthias Kreiner

Strafen: Fulda 8, Weiden 12+1 Strafwurf - SR: Neugebauer, Blume - DWL-Beobachter: Hauser - Zuschauer: 300
Die beiden Herren haben sich heute die Bezeichnung unparteiisch leider nicht verdient.SV-Trainer Gerhard Wodarz zur Schiedsrichterleistung
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