Unterordnung aufgepeppt

Für einen Wettbewerb hätten noch so einige Vierbeiner gefehlt: Die Trendsportart "Rally-Obedience" stand im Mittelpunkt der Agility-Tagung der Landesgruppe Nordbayern des Vereins Deutscher Schäferhunde. Ortsgruppenvorsitzende Silvia Kromp (rechts) hieß die Gäste willkommen. Bild: Dobmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
20.02.2015
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Gefragt sind Präzision und Tempo. Und unbedingter Gehorsam. Auch den sollen Hunde in der neuen Sportart "Rally-Obedience" auf einem Parcours beweisen.

Man nehme eine ordentliche Prise Unterordnung des Hundes ("Obedience"), würze sie mit einem Schuss Agility - und heraus kommt "Rally-Obedience". Auch der Verein Deutscher Schäferhunde pflegt diese Sportart, erklärte Sportbeauftragte Barbara Florschütz bei der Agility-Tagung der Ortsgruppe Weiden. Bei dieser Kombination aus Parcours und Obedience-Übungen sind Präzision und Tempo zugleich vonnöten. Ortsgruppenvorsitzende Silvia Kromp hieß rund 20 Teilnehmer aus ganz Nordbayern in der Vereinshütte in Spitalöd willkommen. Sportbeauftragte Florschütz zog Bilanz und ehrte die Landesgruppe Nordbayern des Schäferhundevereins im Einzel- und Mannschaftswettbewerb.

Attraktiver verpackt

Die sogenannte "Unterordnung" und das Training des Grundgehorsams sind für so manches Hund-Mensch-Team eher lästige Pflicht als Vergnügen. Das ist auch in den USA nicht anders, wo "Rally-Obedience" herkommt. Die Zahl an Hundebesitzern, die sich für die klassische Unterordnung und für die Sportart Obedience als "hohe Schule des Gehorsams" interessierten, stagnierte. Überlegungen wurden angestellt, Elemente der Unterordnung attraktiv zu verpacken, um mehr Menschen und Hunde dafür zu begeistern.

Nun bewegt sich das Mensch-Hund-Team möglichst schnell mit dem Hund bei Fuß oder lockerer an der Leine über einen Parcours, auf dem verschiedene Stationen zu durchlaufen sind. Diese bestehen aus Schildern, die dem Team sagen, was an dieser Stelle zu tun sei und in welche Richtung es nach Erfüllung der Aufgabe weitergeht.

Die Schilder zieren Symbole für Übungen aus dem "Obedience"- bzw. Unterordnungsbereich. Wendungen in jede Richtung zum Beispiel, ein Slalom um Pylonen, das Voraussenden über eine Hürde, Bleib-Übungen, Vorsitzen, Platz aus der Bewegung und so weiter. Je nach Reglement stehen um die 50 verschiedene Übungsschilder zur Verfügung.

Bald beginnen

In der Praxis lautet das Thema "Wie baue ich meinen Hund auf". Die Ausbildung der Welpen auf dem Platz sollte bald beginnen, erläuterte Ausbildungswart und Agility-Trainerin Birgit Pretz aus Teublitz. Es gelte, die starke oder schwache Trieblage des Tieres zu berücksichtigen. Das Training sollte beendet werden, wenn der Hund nicht mehr mag. Für das gewünschte Verhalten werde der Vierbeiner zeitnah belohnt, mit Spielzeug, Futter oder Lob. Ein Parcours besteht aus Tunnel, Auf- und Abgängen, Slalomstangen und Sprüngen.
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