Wasserball-Bundesliga
SV Weiden mit zwei Matchbällen

Sport
Weiden in der Oberpfalz
20.05.2016
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Erwartet worden ist ein Abstiegskampf bis zum Schluss. Jetzt bietet sich dem Wasserball-Bundesligisten SV Weiden schon vorzeitig eine gute Chance.

Überraschend kann der Wasserball-Bundesligist SV Weiden schon im Play-down-Viertelfinale der Bundesliga den Klassenerhalt sichern. Nach dem Heimsieg (15:8) gegen den A-Gruppen-Absteiger SV Krefeld 72 brauchen die Oberpfälzer nun einen Sieg am Niederrhein, um einen Platz unter den ersten vier der DWL-Gruppe B zu erreichen und damit auch nächste Saison der Bundesliga anzugehören. Das unerwartet hohe Ergebnis des ersten Spiels ist jedoch trügerisch. Die Krefelder gelten als sehr heimstark und dies nicht nur, weil manche Spieler auswärts selten dabei sind. Die Spiele finden in der SVK-Vereinsanlage am Samstag (16 Uhr) und, wenn erforderlich, am Sonntag (11.00 Uhr) statt.

Die Schwere der Aufgabe ist den Wodarz-Schützlingen durchaus bewusst, dennoch wittern sie ihre große Chance: "Wir haben am Samstag definitiv psychologisch mehr Komfort als die Krefelder, die enorm unter Druck stehen und gewinnen müssen, um ihre Talfahrt zu vermeiden und die Saison nicht noch weiter zu vermasseln. Deshalb wollen wir bereits am Samstag alles geben, um die Sensation perfekt zu machen. Wenn nichts mehr passiert, sind alle am Bord", sagt Trainer Gerhard Wodarz und ergänzt: "Dennoch müssen wir auch die Leistung optimal abrufen, um in Krefeld gewinnen zu können."

Mit der Trainingsleistung ist der Coach nicht ganz zufrieden. Das Training im Schätzlerbad wurde durch die Kälteperiode beeinträchtigt und einige Spieler besuchten die verbleibenden Übungseinheiten nicht oft genug. Es bleibt zu hoffen, dass die Motivation und Engagement für die Spiele am Wochenende die Trainingsdefizite wettmacht.

Anders sieht's bei der gegnerischen Mannschaft aus: In den Medien hieß es, die Spieler würden gut trainieren, zudem seien wichtige Leistungsträger dabei, die in Weiden vor zwei Wochen fehlten. Mit Tobias Kreuzmann und Lukas Stöffges erhoffen sich die SVK-Verantwortlichen mehr Stabilität in der Verteidigung und Effizienz im Angriff, die in Weiden kläglich vermisst wurde,

Der Sieger der Paarung rettet sich in der Bundesliga und spielt danach nur die Platzierungen 9 bis 12 aus, der Verlierer muss weiter zittern und beginnt gleich am darauffolgenden Mittwoch mit einer Auswärtspartie die alles entscheidende Best-of-5 Serie gegen den Abstieg in die 2. Wasserball-Liga.

SV: Tor: Vladimir Srajer, Matthias Kreiner; Feld: Thomas Aigner, Louis Brunner, Michael Trottman, Thomas Kick, Andras Langmar, Nikolaj Neumann, David Tamas, Andreas Jahn, Sean Ryder, Jakob Ströll

Play-down-Viertelfinale

SV Krefeld 72 - SV Weiden (0:1) Duisburger SV98 - SV Cannstatt 1:0) Wedding Berlin - SC Neustadt (0:1) SV Plauen - WF Fulda (1:0)

In Klammern Stand nach erstem Spiel
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