Wasserball
"Das wird kein Selbstläufer" für den SV Weiden

Thomas Kick (rechts) hat in der kommenden Saison bei den Weidenern Wasserballern eine wichtige Rolle inne. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
31.08.2016
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Die Tränen sind getrocknet. "Der Abstieg ist verarbeitet", sagt Irek Luczak. Die Weidener Wasserballer stehen in der 2. Liga Süd vor neuen Herausforderungen. Der SV-Abteilungsleiter warnt aber schon.

Ein Abstieg hat nie etwas Gutes, aber wenn es wenigstens einen kleinen Vorteil gegenüber der Vorsaison für die Weidener Wasserballer gibt, dann vielleicht den: Jetzt fallen wenigstens die langen Fahrten kreuz und quer durch die Republik weg. In den letzten Jahren waren die Oberpfälzer oft in den großen und weiter entfernten Wasserballzentren Berlin, Hannover oder Krefeld zu Gast. In der kommenden Saison sind die Anfahrten in der 2. Liga Süd bei weitem kürzer.

Am vergangenen Wochenende ging es aber noch einmal nach Berlin. Zu einem Testturnier, auch mit Erstligisten: "Das war schon recht passabel", sagte Luczak zur spielerischen Vorstellung. In der Vorrunde gab es gegen den späteren Turniersieger und Erstligisten SV Plauen ein 5:10, gegen die Litauer aus Vilnius wurde nur knapp mit 7:8 verloren. Und gegen den Gastgeber, den letztjährigen Erstliga-Konkurrenten SC Wedding, gab es ein 5:5. Das Spiel um Platz 7 gegen die Dänen von Slagelse SK wurde mit 10:3 gewonnen.

Seit gut einer Woche ist die Weidener Mannschaft unter dem neuen Coach Andreas Jahn im Training: "Alles, was jung ist, ist geblieben", meint Luczak augenzwinkernd zur neuen Mannschaft. Ihre Karriere beendet haben nur Torwart-Routinier Vladimir Srajer, Thomas Aigner und Stefan Kick, der aber ohnehin in der vergangenen Saison kaum noch zur Verfügung stand. "Neuzugänge sind nicht geplant", sagt der Abteilungsleiter. Das neue Gerüst der Mannschaft bilden neben Thomas Kick und Sean Ryder Leute wie Nikolaj Neumann, Louis Brunner, Jakob Ströll oder Matthias Kreiner. Auch die Ungarn David Tamas und Andras Langmar sowie der Tscheche Marek Janecek sind geblieben.

Diese Spieler waren in der vergangenen Saison eigentlich schon in Liga eins konkurrenzfähig. Dennoch warnt Luczak vor Übermut: "Die zweite Liga wird sicherlich kein Selbstläufer", sagt er und verweist auf Mitabsteiger Wasserfreunde Fulda, die ebenfalls in der Südstaffel beheimatet sind. Zudem steigen die Meister der vier zweiten Ligen nicht direkt auf. In einem Endturnier ermitteln sie die beiden Aufsteiger. Für die Weidener ist das ohnehin noch kein Thema. Jetzt gilt es erst einmal die Grundlagen für eine lange Saison zu legen. Vielleicht gibt's danach ja dieses Mal Freudentränen ...

Alles, was jung ist, ist gebliebenIrek Luczak


2. Liga SüdVorläufige Einteilung

WV Darmstadt, Erster Frankfurter SC, VfB Friedberg, SC Wasserfreunde Fulda, SGW Leimen/Mannheim, SV Ludwigsburg 08, WSV Ludwigshafen, SG Stadtwerke München, 1.FC Nürnberg, 1.BSC Pforzheim, PSV Stuttgart, SV 1921 Weiden
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