Wasserball
"Eines der wichtigsten Spiele"

Weidens Torwart Vladimir Srajer (hinten) wird am Samstag wieder richtig gefordert sein. Für die Oberpfälzer steht in Canstatt eines der wichtigsten Spiele der Vereinsgeschichte an. Bild: Eger
Sport
Weiden in der Oberpfalz
04.06.2016
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(mr/prg) Das wichtigste Spiel in der Vereinsgeschichte? "Es ist sicherlich eines der wichtigsten", sagt Gerhard Wodarz. Der Trainer der Weidener Wasserballer tritt am Samstag (18 Uhr) zum vierten Spiel der Play-down-Serie beim SV Cannstatt an. Verlieren die Weidener diese Partie, steigen sie in die 2. Wasserball-Bundesliga Süd an.

Bereits am vergangenen Samstag standen die Weidener nach der zweiten Niederlage mit dem Rücken zur Wand im Kampf um den Klassenverbleib. Am Sonntag verkürzten sie auf 1:2.

Ein bisschen beruhigt Wodarz, dass er mit dem kompletten Kader zu dieser Auswärtspartie anreisen kann. Meist fehlten in der bisherigen Saison auswärts oft einige Leute. Von seinen Jungs erwartet er volle Konzentration: "Wir sind nach vorne derzeit einfach zu harmlos." Im Gegner am Samstag sieht er da auch ein Vorbild: Die nutzen ihre Chancen, wir nicht." Die Cannstätter hat er so stark erwartet: Das ist ein Team, das zu 90 Prozent aus Serben und Kroaten besteht. Das sind Leute, die Wasserball von der Pike auf gelernt haben." Die Stuttgarter seien sehr erfahren und würden ihre Routine auch immer bestens einsetzen. Aber das Ergebnis, so Wodarz, hänge auch von anderen Faktoren ab: "Die Frage ist auch, wie agieren die Schiedsrichter oder haben wir auch ein bisschen Glück." Versprechen kann er nur eins: Die Jungs werden alles geben. Und so sind die Weidener Mannschaft und die Verantwortlichen zuversichtlich, dass es auch im dritten Jahr in Folge mit dem Klassenerhalt in der letzten Runde klappt, um in der nächsten Saison das 10. Jubiläum der DWL-Zugehörigkeit feiern zu können.

Die Weidener hoffen auch, dass sie sich etwas eingestellt haben auf den Gegner: Die erste Partie in Cannstatt ging noch 2:7 verloren, die zweite knapp und unglücklich mit 5:6. Im dritten Spiel folgte dann der 8:7-Erfolg. Erschwerend für den SV Cannstatt kommt noch hinzu, dass sie aufgrund der Spielsperren von Weiden ohne einen etatmäßigen Trainer auf der Bank die Partie bestreiten müssen und mit Jovan Radojevic einen wichtigen Akteur im Becken vermissen werden.

"Wir müssen unsere taktische Ausrichtung weiter auf Cannstatt justieren und unsere Chancenausbeute, vor allem in Überzahl verbessern, daran arbeiteten wir die ganze Woche gemeinsam", sagt auch Kapitän Andreas Jahn. "Wenn wir komplett auftreten können und die besagten Probleme nur teilweise abstellen, dann haben wir realistische Chance, das fünfte Spiel in Weiden zu erzwingen. Das soll jetzt die Marschroute sein."

Aufstellung: Tor: Vladimir Srajer, Matthias Kreiner; Feld: Thomas Aigner, Louis Brunner/Alexander Hinz, Michael Trottmann, Thomas Kick, Andras Langmar, Nikolaj Neumann, David Tamas, Andreas Jahn, Sean Ryder, Jakob Ströll

Wir sind nach vorne derzeit einfach zu harmlos.SV-Trainer Gerhard Wodarz
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