Wasserball
Großes "Dankeschön" beim SV Weiden

476 Punktspieltore erzielte Thomas Aigner in seiner langen Wasserball-Laufbahn. Der vereinsinterne Rekordtorschütze des SV Weiden hängt die Badehose an den Nagel. Bild: af
Sport
Weiden in der Oberpfalz
02.08.2016
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Bei den Weidener Wasserballern endet eine Ära: Vladimir Srajer zeigte beim Saisonabschlussspiel letztmals Paraden im Tor des SVW. Bild: Büttner

Abschied von langjährigen Spielern, Vorstellung des neuen Trainers: Das Saisonabschlussspiel der Weidener Wasserballer war von vielen Emotionen begleitet.

"Vladi & the Friends", ein vom langjährigen SV-Schlussmann Vladimir Srajer zusammengestelltes All-Star-Team, trennte sich im Schätzlerbad 8:8 von der Mannschaft des SV Weiden. Das Ergebnis war jedoch zweitrangig. Die Wasserballer wollten sich an diesem Abend bedanken: Bei den treuen Anhängern, den zahlreichen Helfern, der Vorstandschaft und vielen Sponsoren - auch wenn die vergangene Saison mit dem Abstieg aus der 1. Deutschen Wasserball-Liga nicht gerade ein Erfolg war. Dementsprechend spendierte die 1. Mannschaft Freibier und lud im Anschluss zu einer gemütlichen Grillparty.

Der Saisonabschluss diente auch dazu, einen langjährigen Spieler des SV Weiden zu verabschieden. Schlussmann Vladimir Srajer wird nicht mehr die Kappe für "seinen" SVW schnüren. In der Saison 2006/2007 kam der Pilsener zum SV Weiden, der damals noch in der 2. Liga Süd an den Start ging. Der tschechische Nationaltorwart gab den Oberpfälzern von Beginn an Stabilität und Rückhalt. Mit und dank Srajer gelang der Aufstieg ins Oberhaus. "Vladi war eine großartige Stütze. Er hat in den zehn Jahren sehr viel für das Team getan, war durch seine sympathische Art Publikumsliebling und äußerst beliebt in der Mannschaft", sagte Wasserballwart Irek Luczak über den 34-jährigen Maschinenbau-Ingenieur. "Wir danken Vladi für die vielen tollen Jahre."

Jahn folgt Wodarz nach


Zum vorerst letzten Mal betreute Gerhard Wodarz mit "Vladi & the friends" ein Weidener Team. Wodarz coachte drei Spielzeiten den SVW in der 1. Liga und engagierte sich zuvor als Jugendtrainer. Bereits seit 35 Jahren ist Wodarz im Verein tätig. Nun hofft die Wasserball-Abteilung auf eine weitere Zusammenarbeit, in welcher Form auch immer, mit dem beliebten Trainer. Auf der anderen Seite des Beckenrands stand der Wodarz- Nachfolger: Andreas Jahn, seit 2013 Kapitän des SV Weiden, hängt seine Badehose an den Nagel und wird nunmehr als Trainer in der 2. Liga die Fäden ziehen. 2005 kam "Leo" vom sächsischen Oberligisten Nema Netzschkau in die Nordoberpfalz und entwickelte sich zu einem Leistungsträger und Leader. Nun folgt der logische Schritt aus dem Wasser an den Beckenrand, wobei dem 34-jährigen Schwimmmeister viel Respekt und Ansehen aus der Mannschaft aufgrund seiner aufrichtigen und professionellen Art sicher sind.

Auch Aigner hört auf


Ebenso das vorerst letzte Spiel für den SVW bestritt Thomas Aigner. Kaum ein anderer Spielername wird so sehr mit der erfolgreichen Geschichte der SV-Wasserballer verbunden wie seiner: Bereits mit fünf Jahren begann Aigner seine Wasserball-Laufbahn beim SVW. Er durchlief alle Altersklassen, erlebte sämtliche Aufstiege. Von 2003 bis 2013 war er zehn Jahre lang auch Kapitän. Bis heute ist Aigner der unangefochtene Rekordtorschütze des SV Weiden (475 Tore in Punktspielen von der Verbandsliga Bayern bis zur 1. Liga). Der Verein arbeitet derzeit daran, von Aigners großem Erfahrungsschatz weiter zu profitieren. Als Sportleiter bleibt er dem Verein ohnehin treu.

Außerdem wurde das Abschlussspiel genutzt, um Stefan Kick vorerst als Spieler zu verabschieden. Kick weilt aus beruflichen Gründen bereits seit der vergangenen Saison in München. 2003 schloss er sich mit seinem Bruder Thomas der Wasserball-Abteilung an, feierte ungeahnte Erfolge. Als Verteidiger und Aufbauspieler entwickelte sich Kick zu einem Top-Spieler in der 1. Liga. Die Abteilungsleitung hofft, ihn irgendwann in Weiden wiederzusehen.

Wir danken Vladi für die vielen tollen Jahre.Irek Luczak über den Abschied von Torwart Vladimir Srajer
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