Wasserball
SV Weiden wahrt Chance

Auszeit: Der Trainer der Wasserballer, Gerhard Wodarz, bespricht mit seinen Jungs die weitere Spielweise. Mit Erfolg, denn der SV Weiden gewann am Sonntag gegen Cannstatt mit 8:7 und hat damit in der Best-of-5-Serie auf 1:2 verkürzt. Bild: Eger
Sport
Weiden in der Oberpfalz
31.05.2016
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Der Bundesliga-Verbleib der Weidener Wasserballer hängt am seidenen Faden. Nach drei Playdown-Spielen liegen die Oberpfälzer gegen den SV Cannstatt mit 1:2 zurück. Nun müssen in der best-of-five-Serie zwei Siege her, um auch kommende Saison erstklassig zu bleiben.

Das Ziel für die Partien zwei und drei war klar definiert: Im Schätzlerbad sollten am Wochenende zwei Siege eingefahren werden, um - auch bei einer eventuellen Niederlage im vierten Spiel in Cannstatt - ein Entscheidungsspiel in heimischen Gewässern zu erreichen. Doch es kam anders. Der SV Weiden, der zum Playdown-Auftakt dem SV Cannstatt mit 2:7 unterlegen war, verlor das Samstag-Spiel in Weiden mit 5:6 und stand damit mit dem Rücken zur Wand im Kampf gegen den Abstieg in die Zweitklassigkeit. Am Sonntag ging es um alles oder nichts für die Wodarz-Schützlinge. Und sie zogen mit einem 8:7-Sieg tatsächlich noch den Kopf aus der Schlinge.

Am Samstag, 4. Juni, müssen die Oberpfälzer erneut nach Stuttgart reisen. Sie müssen dort unbedingt gewinnen, wenn sie die Entscheidung in Weiden am 11. Juni im fünften Spiel erzwingen wollen.

Am Samstagabend erwischten die Max-Reger-Städter einen rabenschwarzen Tag. Die Hausherren brachten im Schätzlerbad gar nichts Verwertbares auf die Reihe und gerieten im Auftaktviertel mit 0:2 in Rückstand. Auch das zweite Viertel begann mit einem Treffer der Gäste. Mit viel Mühe trafen die Weidener im zweiten Viertel endlich in das Tor der Schwaben, mussten aber mit einem 2:4-Rückstand die Seiten wechseln. Im dritten Viertel dominierten die SV-ler und glichen zum 4:4 aus. Das Schlussviertel verlief auf mäßigem Niveau, beide Mannschaften konnten sich in der Offensive nicht durchsetzen. Die Stuttgarter gingen nach einem Überzahlspiel mit 5:4 in Führung. Zwei Minuten später glich Nikolaj Neumann mit einem Fernschuss aus, ehe es eine Minute vor Spielende zu spielentscheidenden Szenen kam. Sean Ryder handelte sich einen überflüssigen Wasserverweis ein, was die Gäste in Überzahl zum Siegtreffer nutzten. Diese Niederlage sorgte für lange Gesichter im Weidener Lager. Die Mannschaft von Trainer Gerhard Wodarz agierte zu harmlos im Angriff und konnte nur eine von dreizehn Überzahlsituationen in einen Treffer umwandeln.

Der SV Weiden begann trotz der Abstiegsangst im Nacken am Sonntag konzentriert und ging mit 3:0 in Führung. Die starke Verteidigung mit drei abgewehrten Unterzahlspielen und endlich ein gutes Überzahlspiel mit erfolgreichen Abschlüssen bildeten dafür die Grundlage. Nach einem 6:2-Halbzeitstand verlief der dritte Abschnitt turbulent. Die Gäste zeigten Nerven, was zwar mit Spielsperren geahndet wurde, die Oberpfälzer jedoch auch aus dem Konzept brachte. Völlig unnötig gaben die Max-Reger-Städter den dritten Abschnitt mit 1:3 ab.

Nur noch mit einer 7:5 Führung ausgestattet, gerieten die Hausherren im Schlussabschnitt unter Druck. Die Gäste kamen zum Ausgleich, im dritten Weidener Überzahlspiel erzielte Andras Langmar für die Hausherren erneut die Führung (8:7). Diese wurde über die Zeit gerettet, womit der Abstieg in die 2. Wasserball-Liga Süd zunächst abgewendet ist. Jetzt gilt es, sich während der Woche in Ruhe auf die Entscheidung vorzubereiten und am kommenden Sonntag die dezimierten Schwaben (Trainer und Spielertrainer gesperrt) zu schlagen, um das fünfte Spiel im Schätzlerbad zu erzwingen.
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