Wasserball
Weiden verliert Wasserball-Krimi

Thomas Kick beim Wurfversuch: Die Weidener Wasserballer blieben für eine starke Leistung im Pokal-Achtelfinale unbelohnt. Bild: Büttner
Sport
Weiden in der Oberpfalz
28.11.2016
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Samstagabend, Achtelfinal-Schlager im deutschen Wasserball-Pokal in der Thermenwelt: Nach einem 0:5-Rückstand zwingt der SV Weiden den Bundesligisten Poseidon Hamburg in das Fünfmeterwerfen - mit dem glücklicheren Ende für die Hanseaten. Weiden muss sich am Ende knapp mit 8:10 (0:4, 3:1, 2:0, 1:1, 2:4) geschlagen geben. Trotz des Pokal-Aus boten die Nordoberpfälzer den Zuschauern Wasserballsport mit hohem Unterhaltungswert.

"Wir haben den Anfang leider komplett verschlafen und unnötige Tore bekommen", sagte SVW-Kapitän Thomas Kick nach dem Spiel. So sahen dies auch die zahlreichen Zuschauer: Hamburg ging durch Weik (2. Minute), Schmidt (5.), erneut Weik (6.) und Hahn (7.) bereits im ersten Spielviertel mit 4:0 in Führung. Abermals Weik erhöhte zu Beginn des zweiten Spielabschnitts (9.) gar auf 5:0. Die Weidener Hausherren wirkten in dieser Phase, als wären sie noch in der Umkleidekabine, sie kamen einfach nicht ins Spiel.

In der zwölften Minute nahm SV-Coach Andreas Jahn seine zweite Auszeit und diesmal fruchteten seine Ansagen und Umstellungen: Der SVW startet eine fulminante Aufholjagd. Janecek (13.), Neumann (15.) und Brunner (16.) verkürzten noch vor der Halbzeit auf 3:5. Nach dem Pausentee netzte nochmals Janecek im Doppelpack (18./21.) ein und plötzlich stand es 5:5. "Nach dem Durchhänger waren wir sogar die spielbestimmende Mannschaft", meinte Kick und bemängelte: "Wir müssen das Spiel eigentlich noch in der regulären Spielzeit zu unseren Gunsten entscheiden." Was folgte, waren aber vergebene Chancen aufseiten der Max-Reger-Städter. Nach der 6:5-Führung für Hamburg schaffte man nur noch den Ausgleichstreffer in der vorletzten Spielminute durch Kick.

Ohne Verlängerung ging es in die Penalties. Während Langmar und Neumann trafen, vergaben sowohl Brunner als auch Trottmann. Hamburg netzte dagegen viermal ein und durfte sich somit über den Viertelfinaleinzug freuen.

"Natürlich ist es schade, dass es am Ende nicht gereicht hat. Dennoch war es insbesondere für unsere jungen Spieler eine tolle und lehrreiche Erfahrung, im Pokal ins Fünfmeterwerfen zu gehen", sagte Kick. Viel Zeit zum Wundenlecken blieb nicht: Bereits am nächsten Tag mussten die Jahn-Schützlinge wieder ins Wasser: Gegen den SV Ludwigsburg 08 gelang ein souveräner 24:8-Erfolg (Bericht folgt).

Aufstellung

Weiden: Kreiner, Brunner (1 Tor), Hinz, Trottmann, Kick (1), Langmar (1), Tamas, Schirdewahn, Jancek (3), Neumann (2), Ryder, Ströll, Erhardt - Zeitstrafen: Weiden 10, Hamburg 10

Pokal-Achtelfinale

Duisburg 98 - White Sharks Hannover 9:10, Neukölln Berlin - Bayer Uerdingen 8:12, SVV Plauen - SSV Esslingen 9:8, Krefeld 72 - OSC Potsdam 9:18, SV Weiden - Poseidon Hamburg 8:10 (n. Fünfm.), WU Magdeburg - ASC Duisburg 3:24, BW Bochum - Spandau Berlin 4:24, WSV Ludwigshafen - SGW Hannover 6:30

Viertelfinale am Samstag, 17. Dezember: Poseidon Hamburg - SGW Hannover, Bayer Uerdingen - OSC Potsdam, White Sharks Hannover - ASC Duisburg, SVV Plauen - Spandau Berlin
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