16 Radler und zwei Autofahrer verkehrt unterwegs
Nicht nur Geisterradler verwarnt

Hier scheint am Rad alles in Ordnung zu sein. Bei ihrer ganzheitlichen Kontrolle in der Johannisstraße erwischte die Polizei am Dienstag innerhalb von nur einer Stunde jedoch 16 Radfahrer, die entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs waren. Bild: hfz

Es gibt sie, die Geisterradler, die in den Einbahnstraßen unterwegs sind. Doch bei den Kontrollen am Dienstagmorgen ertappte die Polizei auch zwei Autofahrer, die "verkehrt" durch die Johannisstraße rollten.

Schon um 7 Uhr bezogen die Beamten der Polizeiinspektion Weiden Stellung in der Johannisstraße. Eine Stunde lang führten sie eine sogenannte Schwerpunktkontrolle von Fahrradfahrern durch. Unter die Lupe nahmen sie dabei nicht nur die Verkehrstüchtigkeit von Zweirad und Fahrer, sondern auch das Einhalten der Verkehrsregeln und - nicht zuletzt - die Eigentumsverhältnisse der Zweiräder. Die Polizei spricht daher von einer ganzheitlichen Kontrolle.

Hintergrund für solche Kontrollen ist vor allem die Tatsache, dass die sogenannten Geisterradler, die in Einbahnstraßen entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs sind, immer noch einen nicht unwesentlichen Faktor in der Verkehrsunfallstatistik darstellen.

Auch zwei Autofahrer


Der Aufwand hat sich tatsächlich gelohnt: In der Johannisstraße mussten die Beamten - in nur einer Stunde - 16 Fahrradfahrer verwarnen. 13 von ihnen müssen sogar 20 Euro berappen. Zur Überraschung der Polizisten ließen sich auch zwei Autofahrer von der Unart anstecken, die eigentlich den Radfahrern zugeschrieben wird: Auch sie rollten entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung. Für die beiden "Helden" wird's jedoch etwas teurer. Sie kassierten eine Verwarnung und müssen 25 Euro bezahlen.

Mit vor Ort war der Fahrradsachbearbeiter der Polizei Weiden, Polizeihauptkommissar Alfons Schmeidl, der an die Vernunft und Einsicht der Verkehrsteilnehmer appellierte.

Zufallstreffer


Einen Zufallstreffer landete die Polizei bei einer weiteren Kontrolle schon am Montagabend. Gegen 22.50 Uhr stellten sie bei der Überprüfung eines 19-jährigen Weideners fest, dass die Seriennummer seines Mountainbikes in ihrer Fahndungskartei vermerkt war. Die Beamten stellten das Zweirad im Wert von etwa 350 Euro vorläufig sicher. Zudem laufen Ermittlungen wegen Fahrraddiebstahls gegen den 19-Jährigen an.

Das einfache Spiralschloss war nicht stark genug: So konnte ein Radldieb am Montag, zwischen 7.40 und 16 Uhr, vom Schulhof der Pestalozzischule ein abgesperrtes schwarzes BMX Rad der Marke KHE im Wert von rund 400 Euro entwenden. Die Polizei bittet Zeugen des Diebstahl unter Telefon 0961/401-321 um Hinweise auf den Täter oder auf den Verbleib des Fahrrads.
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