17-Jähriger steht wegen frisiertem Fahrzeug vor Jugendrichter
Viel zu flott für ein Mofa

(rns) In aller Deutlichkeit machte Jugendrichter Otmar Schmid dem jungen Mann klar, welche gravierenden Folgen ein Fahren ohne Versicherungsschutz haben kann. Wenn ein Unfall passiere, müsse er für den Schaden haften. So könne sein Leben zerstört sein. Der 17-Jährige war Anfang März auf einem als Mofa zugelassenen und versicherten Roller erwischt worden. Aufgefallen war er der Polizei, weil sich das Fahrzeug im fließenden Verkehr mit 51 Stundenkilometer ebenso schnell wie die Autos bewegt hatte. Auf dem Rollenprüfstand bei der Polizeiinspektion stellte sich heraus, dass der Roller durch die Herausnahme einer Drossel-Einheit deutlich schneller fahren konnte als es für ein Mofa zugelassen ist. Zudem war die hintere Bremse defekt gewesen, berichtete ein Polizeibeamte.

Da die Mofa-Prüfbescheinigung für das Fahren mit dem frisierten Roller nicht ausreichte und damit auch der Versicherungsschutz im Falle eines Unfalls hinfällig gewesen wäre, stand der Auszubildende vor Jugendrichter Schmid. Der 17-Jährige zeigte sich reuig. Er habe sofort alle Veränderungen rückgängig gemacht. Der TÜV habe das überprüft.

Da der 17-Jährige sich einsichtig gezeigt hatte, stellte Richter Schmid mit Zustimmung von Staatsanwaltschaftsgruppenleiter Peter Frischholz das Verfahren gegen 150 Euro Geldauflage ein. Diese kommt der Kreisverkehrswacht zugute.
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