19 zusätzliche Stellplätze an der Josefskirche
Gute Idee nicht erkannt

Aus 49 mach 68. Die Bürgerliste ist von ihrem Antrag überzeugt, die Längs- durch Querparker zu ersetzen. Gehsteig und Hecke müsste allerdings weg. Die Stadträte, Beiräte und Beisitzer trafen sich vor der Sitzung des Hauptverwaltungsausschusses an der Konrad-Adenauer-Anlage (von links) Diana Wittmer-Brunner, Rainer Sindersberger, Stefan Rank, Philipp Beyer, Dr. Christian Deglmann, Reinhold Wildenauer und Christoph Skutella. Bild: Götz

Nur selten stoßen die Anregungen der Bürgerliste auf das ungeteilte Wohlwollen der Stadtverwaltung. Geradezu als Affront wertet Fraktionssprecher Dr. Christian Deglmann jedoch die Stellungnahme zum jüngsten Antrag, Schrägparken rund um die Adenauer-Anlage zu ermöglichen.

Kleiner Umbau, große Wirkung, so sieht die Bürgerliste ihre Idee, mit der zwar die Bürgersteige um die Anlage rückgebaut und auch die Hecke versetzt werden müssten. Allerdings, so verdeutlicht Deglmann, liefen nur wenige Meter entfernt die Gehwege am Rand der Anlage. Im Ergebnis stünden jedoch 19 zusätzliche Stellplätze. Die gute Idee habe die Verwaltung offenbar nicht erkannt. "Diese Stellungnahme ist eine glatte Themaverfehlung."

Stellplätze gefragt


Die Sitzung des Hauptverwaltungsausschusses am Donnerstag verspricht also lebhaft zu werden. Im Vorfeld trommelte Deglmann seine Fraktionskollegen schon mal zum Ortstermin auf die Allee. Sicher: Die sanierte Allee-Tiefgarage ist nicht weit. Und sie ist auch nicht ausgelastet. Doch Anlieger- und Kurzzeit-Parkplätze würden hier in der Ketteler, Luitpold- und Braunmühlstraße dringend gebraucht. Je mehr durch eine vergleichsweise kleine Umbaumaßnahme geschaffen werden könne, umso besser. Zudem seien schräg angelegt Parkplätze leichter anzufahren als die bisher ausgewiesenen "Längsparker".

Enttäuscht zeigten sich auch die Stadträte Rainer Sindersberger, Philipp Beyer, Reinhold Wildenauer und Stefan Rank sowie die Beiräte Diana Wittmer-Brunner und Christoph Skutella. Der Antrag liege seit acht Wochen im Rathaus vor. Es habe genügend Zeit zu einer "anständigen Stellungnahme gegeben", betonte etwa Rank. "Aber wenn die Verwaltung unsere Anträge so intensiv beantwortet wie hier, ist es auch kein Wunder, dass sie nicht einmal sagen kann, wie hoch die Umbaukosten wären."

Wer in die Bürgerschaft hineinhöre, wisse, wie stark das Interesse der Anwohner sei, hier zusätzlich schnell erreichbare Stellplätze zu schaffen.

Die Stadt verweist darauf, dass die Fußgänger Umwege durch die Anlage laufen müssten, die Beleuchtung nicht ausreiche, der Winterdienst nicht gesichert sei. "Alles Quatsch", sagte Deglmann dazu. Die Stadt führt weiterhin an: Die Zugänglichkeit zu den schräg parkenden Autos sei schwierig, der Erholungscharakter der Anlage werde geschmälert und der Kreuzungsverkehr beeinträchtigt. Vor allem aber: Sämtliche Anlieger müssten Straßenausbaubeiträge bezahlen - wegen der "Verbesserung der Erschließungsanlage". Verbesserung ja, aber keine Beitragspflicht, sagt dazu die Bürgerliste: "Die Parkbuchten werden nur verändert, nicht neu geschaffen."
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