20-Jähriger feuert mit Platzpatronen im Wald
33 Schüsse schreckenAnwohner auf

Der Vorfall ist schon eine gute Woche her. Trotzdem dürfte er noch mächtig nachhallen bei den Anwohnern im Bereich der Bundesstraße auf Höhe des Butterhofs. Denn am Freitag, 12. Februar, gegen 13 Uhr hörten sie, wie Schüsse durch den angrenzenden Wald knallten. Sofort meldeten sich mehrere Anwohner bei der Polizei. Derweil wollte die Schuss-Salve nicht enden. Sogar die diversen Streifenbeamten konnten sie bei ihrem Eintreffen noch hören. Dann stießen sie auf den Schützen: einen 20-jährigen Weidener. Die Polizisten nahmen ihn fest, seine Waffe und die restliche Munition mit.

Weitere Ermittlungen zeigten, der Mann hatte 33 Mal aus seiner Schreckschusspistole Walther P22 gefeuert, weil er "den Umgang mit der Waffe einfach mal ausprobieren wollte", heißt es im Polizeibericht. Die Pistole hatte der 20-Jährige übrigens rechtmäßig erworben. Nur wäre für ihr Führen ein sogenannter kleiner Waffenschein nötig gewesen. Diesen konnte er genauso wenig vorweisen wie die Schießerlaubnis, die er für das Abfeuern der Platzpatronen gebraucht hätte. Letztere hätte er für das Abschießen auf einer freien Waldfläche auch nicht erhalten, ist Polizeisprecher Günther Burkhard überzeugt.

Am Ende kam zwar niemand zu Schaden, die Waffe wurde auf keine Person gerichtet. Trotzdem laufen Ermittlungen, die böse Folgen haben können. Denn dem 20-Jährigen droht eine Geld- oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.
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