2015: Geburtenrekord in Weiden
Immer mehr Babys

Neujahrbaby Dorela (links) ist das vierte Kind der Eheleute Kaltrina und Hansan Binaku. Hebamme Beate Stöppelkamp half der Kleinen mit auf die Welt. Leo König (rechts) hatte seine Geburt von Heiligabend auf Silvester verschoben. Kerstin König erhielt Unterstützung von Ehemann Johannes und Hebamme Erika Ebert. Bilder: Wilck (2)
 
Neujahrbaby Dorela (links) ist das vierte Kind der Eheleute Kaltrina und Hansan Binaku. Hebamme Beate Stöppelkamp half der Kleinen mit auf die Welt. Leo König (rechts) hatte seine Geburt von Heiligabend auf Silvester verschoben. Kerstin König erhielt Unterstützung von Ehemann Johannes und Hebamme Erika Ebert. Bilder: Wilck (2)

Am 30. Dezember gab es im Klinikum Weiden fünf Geburten. An Silvester dagegen kamen nur zwei Babys zur Welt. Insgesamt allerdings verzeichnete die Frauenklinik Weiden 2015 einen neuen Rekord.

1273 Geburten mit 1315 Kindern. "Das ist eine Steigerung um fast zehn Prozent gegenüber 2014", freut sich Oberarzt Dr. Karlheinz Mark. Darunter waren 42 Zwillingspärchen, genauso viel wie 2014. Dafür kamen 2014 bei 1163 Geburten insgesamt "nur" 1209 Kinder zur Welt und es gab zwei Drillingsgeburten.

Silvester statt Weihnachten


"Singles" dagegen sind die Silvester- bzw. Neujahrsbabys Leo und Dorela. Leo, das Söhnchen von Kerstin (31) und Johannes König (25) aus Mantel, hätte eigentlich an Heiligabend Termin gehabt. Der junge Mann - er bringt 2945 Gramm auf die Waage und ist 50 Zentimeter groß - entschied sich dann aber für den Silvestermorgen, 7.45 Uhr. Als erstes Kind im neuen Jahr erblickte Dorela am 1. Januar um 9.42 Uhr das Licht der Welt. Das vierte Kind von Kaltrina (31) und Hasan Binaku (46) aus Weiden wiegt 3400 Gramm und misst 55 Zentimeter.

Dazwischen wurde am 31.12. um 13.26 Uhr noch ein Junge geboren, dessen Mutter ursprünglich eine Hausgeburt geplant hatte. Sie ging deshalb drei Stunden nach der ambulanten Geburt schon wieder nach Hause. Die hohe Geburtenzahl könnte auch 2016 anhalten. An Neujahr wurden im Kreißsaal nämlich noch drei weitere Geburten erwartet. Warum sich die Zahl der neuen Erdenbürger in Weiden 2015 so drastisch gesteigert hat, dafür findet Dr. Mark gleich mehrere Erklärungen. "Die Geburtenrate steigt deutschlandweit, vor allem in den Großstädten."

Perinatalzentrum Level 1


Dass dies aber auch in Weiden der Fall ist, begründet er unter anderem mit dem Perinatalzentrum Level 1, das das Klinikum Weiden und das Krankenhaus St. Marien in Amberg seit wenigen Jahren gemeinsam betreiben. Damit bezeichnet werden höchstversorgende Einrichtungen, die vor allem auch für Risikoschwangerschaften angezeigt sind: 22 Babys hatten 2015 ein Geburtsgewicht unter 1250 Gramm.

Dieser hohe Versorgungsgrad dürfte es auch sein, der immer mehr Frauen aus Oberfranken zur Geburt nach Weiden lockt. Elf Schwangere aus Selb brachten 2015 ihre Kinder in Weiden zur Welt. 331 Mütter stammten aus Weiden, 108 aus Grafenwöhr - darunter viele US-Amerikanerinnen. Der Rest aus dem übrigen Landkreis Neustadt bzw. aus dem Kreis Tirschenreuth. "Ich denke auch, dass wir eine attraktive Geburtshilfe durchführen: patientenorientiert und wir unterstützen soweit wie möglich den natürlichen Geburtsprozess." Dr. Mark macht dem engagierten Team der Frauenklinik deshalb ein dickes Kompliment.

2015 waren erneut die Jungen in der Überzahl. Die Differenz war mit 674:641 zwar nicht mehr so gravierend wie 2014: Damals waren es 642 Buben und 567 Mädchen. "Trotzdem müssen sich die Jungs später mal sputen, damit sie ein Mädchen abkriegen", schmunzelt Dr. Mark. Für den Oberarzt selbst hielt das Jahr 2015 ein besonderes Highlight parat: Am 20. Dezember brachte seine Tochter Michaela mit seiner Hilfe ihr zweites Töchterchen in der Frauenklinik Weiden zur Welt. Auch Enkelin Svenja (inzwischen dreieinhalb) ist eine gebürtige Weidenerin, obwohl die Familie in Wien lebt.

(uz) Die Ausrichtung des Silvesterballs im Haus der evangelischen Gemeinde hatte diesmal Daniel Vampa von db-Production in die Hand genommen. Mit dem Ergebnis: "Die Veranstaltung ist gut besucht." Weit über die Hälfte der Plätze waren verkauft. Nicht zuletzt auch wegen des Vier-Gänge-Gourmet-Büfetts. Das Essen von Eventcatering Voit konnte bereits ab 18 Uhr eingenommen werden. Das veranlasste die Gäste natürlich, viel früher als in den letzten Jahren zu kommen. Da nahm man sogar kurze Wartezeiten beim Einlass in Kauf. Die Tische waren wunderschön gedeckt.

Als Vorspeise gab es unter anderem Antipasti Variationen, als Hauptspeise ein Gedicht aus Krustenbraten aus dem Rohr, schottischem Lachsfilet und Flugentenbrust. Dazu spielte "Monromusic" aus Regensburg.
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