23. Kinderbürgerfest im Max-Reger-Park
Nach Kaltstart unter Volldampf

Applaus, Applaus: Die Akteure des 23. Kinderbürgerfests haben's verdient. Alle Bilder: Karin Wilck (6) (Foto: Karin Wilck)
 
Die DJK-Sportakrobaten wachsen über sich hinaus. (Foto: Karin Wilck)

Erst beschert der Regen dem Kinderbürgerfest Startprobleme. Doch dann gibt es kein Halten mehr. Viele Tausend Besucher wuseln durch den Erlebnis-Park.

Wohl dem, der ein riesiges Fest unter freiem Himmel ausrichtet - und einen Wetterexperten als Moderator engagiert. Besonders an einem Tag wie am Sonntag, der grau und regnerisch beginnt. Die Familien, die am Morgen am Kindergottesdienst teilnehmen, lädt Religionspädagogin Evelyn Kräher noch kurzerhand zum Asyl unterm Pavillondach ein. Nieselregen, Wolken, ein trostlos grauer Himmel - Jugendpfleger Ewald Zenger übt sich in Galgenhumor: "Wir verlegen das Kinderbürgerfest in den Pavillon." Doch dann schnappt sich eben Thomas Bärthlein das Mikro. Sein Wort in Petrus' Ohr: "Jetzt noch eine Abschlussdusche, dann ist's gut", prophezeit der Wettermann von OTV gegen 11 Uhr. "Am Nachmittag wird es besser, es wird schön warm."

Kompliment! Bärthlein soll für die nächsten Stunden Recht behalten. Und das "schönste Fest der Stadt Weiden", so Oberbürgermeister Kurt Seggewiß bei der Begrüßung, bekommt das Wetter, das es verdient. Das 23. Kinderbürgerfest wird zum Spätzünder, der dann um so heftiger einschlägt. Nach der Mittagszeit strömen die Familien in den Park, wo 80 Vereine und Organisatoren Stände aufgebaut haben, Aktionen und Attraktionen bieten. Ein Gewusel, das selten dichter, nie lebhafter war. Die Kleinen werfen Footballs und Handbälle, basteln Masken, braten Kartoffelspieße, suchen Schätze im Labyrinth statt Pokémons in Smartphones. Bei der Kinder- und Jugendfeuerwehr ist's so wie immer: Gegen 14.30 Uhr sind sämtliche 300 Cheeseburger verkauft.

Regatta der Milchtüten


Auf einen "Klassiker" schwört Bürgermeister Jens Meyer: Mit Frau Kathrin und den beiden Kindern lässt er sich von der DLRG über den Flutkanal schippern. Eine Spur kleiner, aber nicht weniger lustig: Zum "Tag der offenen Tür" von Irene Fritz' "Kunstbau" basteln Kinder Schiffe aus ausgedienten Milchtüten, lassen sie dann zu Wasser und liefern sich im Stadtmühlbach heiße Rennen. Schon zum 16. Mal hat der Sportkegelklub Wygant seine Holzkegelbahn aufgebaut, 3- bis 16-Jährige stehen Schlange, um die Kugel rollen zu lassen. Am Ende werden es mehr als 500 Kinder sein, die allein hier Station machen. Und jedes ergattert einen Preis. Kurze Bilanz von Vorsitzendem Johann Schörner: "Es passt. Wie jedes Jahr."

Menschliche Pyramiden


"Man wird wieder Kind, wenn man das alles hier so sieht", meint OB Seggewiß. Ein staunendes, neugieriges, begeistertes Kind. Zum Beispiel, als die 15 DJK-Sportakrobaten über die Bühne vor dem "Woodstock-Hügel" fegen. Saltos, Flic-Flacs, Spagate, menschliche Pyramiden - zirkusreif, was die jungen Akteure unter Leitung von Silvia Wolfrum da auf die Matten bringen. Nicht minder akrobatisch verrenkt sich die "Major One Crew" in dampfiger Schwüle zu Hip-Hop-Beats, bevor die "King- Size Youngsters" losswingen. "Singing in the Rain" fehlt im Repertoire, obwohl es nun wieder ein bisschen tröpfelt. Mistwetter? Iwo. Eine willkommene Erfrischung!

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