29 Jahre nach dem Super-GAU in Tschernobyl
Weißrusslandhilfe sucht Musiker

Seit 19 Jahren besteht die Weißrusslandhilfe. "Kindern tut Hilfe not", titelte damals der NT. "Das gilt heute noch", betonte Vorsitzender Harry Nomayo (Dritter von rechts) bei der Jahreshauptversammlung. Bild: hfz

Auch heute noch, 29 Jahre nach dem GAU in Tschernobyl, tue Hilfe für Kinder in radioaktiv kontaminierten Gebieten im Süden Weißrusslands not. Das sagte Vorsitzender Harry Nomayo bei der Jahreshauptversammlung der "Weißrusslandhilfe".

Man schätze, dass 70 Prozent aller weißrussischen Kinder unter Krankheiten leiden, die mehr oder weniger durch die Strahlenbelastung hervorgerufen wurden: angefangen bei angeborenen Missbildungen und chronischen Erkrankungen, verursacht durch Schwächungen des Immunsystems, über Schilddrüsenerkrankungen bis hin zu Krebs wie Leukämie. Der Vorsitzende berichtete im "Bräustüberl" über die Bemühungen, Akteure für Benefizveranstaltungen zugunsten der Weißrusslandhilfe zu gewinnen. Bisher seien die Aussichten auf erfolgreiche Anwerbung lediglich bei einer Vokal-Gruppe günstig. Er bat die Mitglieder, die Bemühungen um Benefizveranstaltungen im Jubiläumsjahr 2016 - 30 Jahre nach Tschernobyl - zu forcieren.

Und er appellierte an Gesangs-, Musikgruppen und Orchester im Raum Weiden und in den Landkreisen Neustadt und Tirschenreuth, sich bei Interesse an einem ehrenamtlichen Auftritt zu melden. Über die Web-Seite, betreut von Marianne Rössler, bestehe die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme.

Zuletzt berichtete Nomayo über das geplante Hilfsprojekt zur Organisation eines Aufenthalts von zehn weißrussischen Kindern aus radioaktiv stark betroffenem Gebiet in einem Rehabilitations- und Erholungszentrum nördlich von Minsk. Nach Diskussion wurde das Vorhaben einvernehmlich bejaht, unter der Voraussetzung, dass genügend Spendengelder gesammelt werden können. "Lassen Sie uns den Kindern aus den südlichen Gebieten Weißrusslands das Gefühl kennenlernen, dass eine Veränderung zum Guten möglich ist", appellierte Nomayo. "Allein das gibt ihnen schon Kraft, ihr Schicksal zu meistern." Das Spendenkonto: Kontonummer 177113 Sparkasse Oberpfalz Nord, BYLADEM1WEN.
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