50 Jahre Maria Waldrast
Blumen für den Weihbischof

Herbstblumen überreichten die Kinder an Weihbischof Reinhard Pappenberger. Hinten rechts Pfarrer Peter Brolich.

Vor 50 Jahren stieß Dr. Rudolf Graber mit dem Hirtenstab ans neue Kirchenportal: "Macht den Eingang breit, die Türe auf." Zum Jubiläum am Sonntag zieht erneut ein Oberhirte ein.

"Wenn jetzt zur kalten Jahreszeit an der Kirchentüre steht ,Türen schließen', heißt das nichts anderes als die Wärme im Gotteshaus zu lassen. Sonst gilt: Macht die Türen auf." Das unterstrich Weihbischof Reinhard Pappenberger in seiner Predigt zum Kirchenjubiläum von Maria Waldrast. Genau auf den Tag jährte sich zum 50. Mal die Weihe des Gotteshauses. Ein Jahr lang hatten die Pfarrangehörigen das Jubiläum mit Veranstaltungen und Festlichkeiten begangen. Nun bildete eine feierliche Pontifikalmesse mit dem Weihbischof den Abschluss.

Zeitgleich hatten sich die Kinder in der Unterkirche zu einem eigenem Wortgottesdienst versammelt. Nach der Gabenbereitung zogen sie in die Pfarrkirche. Die Pontifikalmesse feierten der Pfarrer Siegfried Wölfel, Dekan Johannes Lukas, die Pfarrer Peter Brolich und John Bosko sowie Ruhestandspfarrer Alois Lehner mit Pappenberger. Fünf Fahnenabordnungen, die Vereine des Kartells, Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, Bürgermeister Lothar Höher und viele Stadträte waren gekommen.

Total global


Die Welt verändere sich, alles wird weiter, globaler, sagte Pappenberger in der Predigt. Dabei kümmerten sich einige nur um ihr eigenes Wohlergehen. "Damit schließen sie sich gegen die Welt ab. Sie sind nicht in der Lage, über sich hinauszuschauen." Die Kirche versuche dagegen nach innen, ins Herz, zu sehen. "Denn da ist mehr, da ist jemand Größeres, der mit dieser Welt zu tun hat. Die Welt ist ein Geschenk, das Leben ist eine Gabe." Gott und Nächstenliebe gehörten zusammen, erklärte der Weihbischof. Gesanglich gestaltete der Kirchenchor die Messe, begleitet vom Bläserquintett St. Elisabeth.

Die Kleinen des Kindergartens kamen zum Altar, um dem Oberhirten mit herbstlichen Blumen willkommen zu heißen. Kirchenpfleger Georg Weißer erinnerte am Ende an zahlreiche freudige Momente, aber auch an traurige Anlässe. Beide Elemente brächten die Gläubigen zu Gott. Über drei Jahrzehnte hatte Pfarrer Josef Dietl die Pfarrei mitgeprägt, Gotteshaus, Kindergarten und Waldfriedhof auf den Weg gebracht. Im Januar dieses Jahres ist er verstorben. Seine Arbeit habe Pfarrer Wölfel fortgeführt, er habe das Kinderhaus und das Pfarrzentrum umgebaut und die Jugend aktiv eingebunden, sagte Weißer. Er bat die Gläubigen weiter um ihr Engagement. Sie sollten sich fragen: "Was kann ich für die Gemeinde tun - nicht umgekehrt."

Seggewiß richtete den Blick zurück vom Bau der Wieskapelle 1748 aus Holz bis zur Renovierung in den 20ern und der Versteigerung 1934. Ein Jahr später war sie im Pressather Wald aufgebaut und eingeweiht worden. Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Kirchenbesucher am Vorplatz. Mark Richard hatte mit seinem Team einen Sektempfang vorbereitet. Später klang das Jubiläum mit einer Kaffeestunde aus.
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