65 Jahre nach dem Abitur am humanistischen Gymnasium treffen sich Klasskameraden wieder
Ein besonderes Klassentreffen

Willkommen zurück in Weiden. Nur drei Herren aus dem Abiturjahrgang 1951 sind in der Stadt geblieben. Zum Klassentreffen trafen die Klasskameraden aus ganz Deutschland ein. Bild: uz

65 Jahre nach dem Abitur am humanistischen Gymnasium. Jakob Pfister, ehemaliger Pennäler erinnert sich, dass nach dem Krieg der Schulbetrieb längere Zeit unterbrochen war. Einige Mitschüler begannen eine Lehre und kehrten nicht mehr in die Schulbank zurück.

Die Klassenkameraden, die bei der Wiederaufnahme des Schulbetriebs dabei waren, legten im Jahr 1951 das Abitur ab. Und zwar in sieben Fächern, unter anderem in Latein und Griechisch. Die beruflichen Aussichten seien nicht gut gewesen, erzählt Pfister. Freie Arbeitsstellen gab es wenige. Wer studierte, musste als Werkstudent in den Semesterferien arbeiten, um sich sein Studium zu finanzieren.

Im Berufsleben behauptet


Trotz aller Schwierigkeiten hätten sich alle Klassenkameraden im späteren Berufsleben behauptet. Die Ausbildung an der Schule sei die Grundlage für den weiteren beruflichen Werdegang gewesen. "Unseren ehemaligen Lehrern, die es mit uns nicht immer leicht hatten, sind wir zu Dank verpflichtet."

Weil in Weiden, überhaupt in der Oberpfalz, damals berufliches Fortkommen extrem schwierig gewesen sei, mussten sich die Klassenkameraden in ganz Deutschland Arbeitsplätze suchen, weiß Pfister. Einer ging beruflich nach Kanada, ein anderer in die USA. Von den Ehemaligen lebten noch drei in Weiden. Sie bereiteten das Klassentreffen auch vor: Sepp Landgraf, der an seiner ehemaligen Schule Lehrer wurde, Sepp Völkl, der im gehobenen Postdienst arbeitete, und Jakob Pfister, Rechtsanwalt in Weiden. Letzterer ist auch Gründer des TC Postkeller (1969) und war 30 Jahre lang dessen Vorstand.

Das Klassentreffen begann mit einem ökumenischen Gottesdienst in St. Sebastian, wo verstorbener Lehrer und Schüler gedacht wurde. Später reiste die Gruppe zum Mittagessen ins "Bergstüberl" nach Parkstein, wo die Besucher das Vulkanmuseum besichtigten und einen "Vulkanausbruch" erlebten. Das Klassentreffen klang mit einem Abendessen im "Ratskeller" aus. Beim gemütlichen Beisammensein tauschten die Teilnehmer Erinnerungen an die Schulzeit aus. Am Ende wurde der Wunsch geäußert, sich nicht erst in fünf Jahren wieder zu treffen.
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