70 Jahre "Der neue Tag"
Agil, modern und bodenständig

Viola Vogelsang-Reichl, geschäftsführende Verlegerin des Medienhauses "Der neue Tag". Bild: Hartl

In sieben Jahrzehnten kann viel passieren. Menschen, die diesen runden Geburtstag feiern, blicken meist auf ein abgeschlossenes Berufsleben zurück und genießen - hoffentlich bei guter Gesundheit - den wohlverdienten Ruhestand. Beim Medienhaus "Der neue Tag" ist davon freilich keine Rede. Agil, modern, aber auch bodenständig und sich immer wieder den Erfordernissen der Zeit anpassend, befindet sich das Familienunternehmen mitten in der Schaffensphase - was nicht nur die derzeitige Bautätigkeit am Stammsitz an der Weigelstraße zeigt.

Wandel auf allen Ebenen


Was hat sich in den vergangenen 70 Jahren, seit die beiden Gründer des "Neuen Tages", Anton Döhler und Victor von Gostomski, die Lizenz für die Herausgabe unserer Zeitung erhalten haben, nicht alles verändert: vom Bleisatz zu einer der modernsten Druckmaschinen Europas, von mechanischen Schreibmaschinen hin zu modernsten Computern oder Tablets, von der Nachricht, die einst manchmal tagelang unterwegs war, zu einem Informationsbedürfnis in Echtzeit - und zwar bei Tag und Nacht.

"Der neue Tag" mit seinen drei Gesellschafterfamilien - im Jahr 1951 kam wieder Verleger Dr. Hans Nickl dazu, dessen Familie früher den Oberpfälzischen Kurier herausgegeben hatte -, aber vor allem auch Geschäftsführung und Mitarbeiter stellen sich immer wieder aufs Neue den Veränderungen, welche die Medienlandschaft eigentlich ständig ereilen oder treffen. Das soll aber keineswegs danach klingen, als würde nur reagiert.

Ganz im Gegenteil: Wir möchten mit unseren Lesern, Kunden und Usern in Kontakt stehen, ihnen Informationen und Service in allen mediennahen Bereichen bieten und sehen daher einen aktiven Wandel natürlich auch als Chance. Das Verhältnis von Redakteur zum Leser, von Anzeigenberater zum Kunden, von Leserservice und Vertrieb zu Abonnent ist keine Einbahnstraße. Kommunikation durch Anrufe, Rückmeldungen, Leserbriefe, Kommentare und Likes in sozialen Medien bringen die Menschen so nahe zusammen wie noch nie zuvor. Führungen durch das moderne Druckzentrum gehören da auch dazu.

Gleichwohl setzt "Der neue Tag" auch auf Kontinuität. Die gedruckte Zeitung kommt heute frisch und modern daher, hat noch mehr an regionaler Tiefe gewonnen. Bis hinein ins Sublokale finden Leser und Leserinnen ihr unmittelbares Lebensumfeld wieder. Und das soll auch so bleiben, jeden Tag.

Wir glauben nach wie vor an das gedruckte Wort. In der Tageszeitung finden unsere Leser die Einordnung von Ereignissen, Hintergründe und Analysen sowie Kommentare. Im Onetz, das längst nicht mehr nur verlängerter Arm der Zeitung ist, steht dagegen zunächst die schnelle Nachricht im Vordergrund - wann und wo der Nutzer möchte.

Objektivität hat Zukunft


Wie sich die "digitale Revolution" gesellschaftspolitisch entwickeln wird, ist noch nicht absehbar. Für regionale Medienhäuser jedenfalls gilt es, ihre hohe Glaubwürdigkeit und die gute Recherche der qualifizierten Mitarbeiter im weltweiten Netz und auf sozialen Plattformen immer wieder unter Beweis zu stellen. Denn objektive Berichterstattung, davon sind wir zutiefst überzeugt, wird es, auf welchen Kanälen auch immer, sicher auch in weiteren 70 Jahren noch geben.


Bewegen Sie den Schieberegler in der Mitte des Bildes nach links oder rechts, um die Vorher-Nachher-Bilder zu vergleichen. Die Bilder zeigen links die erste Titelseite des Neuen Tags aus dem Jahr 1946, rechts ist die Titelseite vom 31. Mai 2016 zu sehen.
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