85-Jähriger verliert die Orientierung
Geisterfahrer auf der Autobahn A 93

Symbolbild: dpa
Zum Glück ohne Folgen blieb eine Geisterfahrt auf der Autobahn A 93 am 14. Januar gegen 00.15 Uhr in Fahrtrichtung Hof, zwischen den Anschlussstellen Luhe-Wildenau und Weiden-West.

"Zum genannten Zeitpunkt teilten mehrere Verkehrsteilnehmer der Einsatzzentrale Regensburg mit, dass ein weißer Kleinwagen mit Amberg-Sulzbacher Kennzeichen zwischen den genannten Anschlussstellen in falscher Richtung unterwegs sei", berichtet Polizeihauptkommisar Valentin Glass.

Eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Weiden nahm den Falschfahrer bei der Anschlussstelle Weiden-Frauenricht auf und konnte diesen kurz vor der Ausfahrt Weiden-West stoppen. Am Steuer saß ein circa 85-jähriger Mann. Dieser war seit dem 13.Januar gegen 17 Uhr in Amberg als vermisst gemeldet. Er wollte vermutlich zum Einkaufen fahren und hatte dabei die Orientierung verloren.

Nachdem die Beamten den Fahrer gestoppt hatten, schien der betagte Herr nicht mehr in der Lage zu sein, den Pkw sicher zu führen. Die Polizisten brachten ihn zur Dienststelle, dort holte ihn seine Tochter ab. Dem Geisterfahrer droht nun eine Anzeige mit 200 € Bußgeld und einem einmonatigem Fahrverbot. Sollten sich im Nachhinein noch gefährdete Fahrzeugführer melden, muss der Falschfahrer sogar mit einem Strafverfahren rechnen.

Außerdem erfolgt eine Meldung an die zuständige Führerscheinstelle, damit diese überprüft, ob der betagte Herr noch die erforderliche geistige, körperliche oder charakterliche Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen besitzt. Sollte dies verneint werden, wird ihm die Fahrerlaubnis über den Verwaltungsweg entzogen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Polizei (2701)Geisterfahrer (8)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.