90 Auszeichnungen bei städtischer Sportlerehrung
Erst Leistung, dann Ehrung

Die Sportler sind ein Teil des Erfolges. Doch auch das Umfeld muss stimmen. Trainer, Betreuer, Eltern, die Fahrdienst leisten, tragen ebenfalls dazu bei. Und so werden bei der Sportlehrung auch immer wieder Ehrenamtliche für ihre Verdienste geehrt. Am Schluss bleiben aber doch wieder die Sportler im Mittelpunkt.

Etwa 90 Auszeichnungen gab es am Freitagabend bei der 46. Auflage der städtischen Sportlerehrung in der Cafeteria des Klinikums. Vom Bayernmeister bis zum Weltmeister war alles vertreten: Kinder und Jugendliche, Aktive und Senioren, Männer und Frauen, Sportler mit und ohne Handicap. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß sprach von einem guten Klima für den Sport in Weiden. "Das soll erhalten bleiben", versprach er. Er dankte den Sportlern und Vereinen, dass Einschränkungen durch die Hilfe für Flüchtlinge mitgetragen würden, wenn auch manchmal unter Murren. Seggewiß kündigte die Sanierung des Sporttrakts der Realschulen und den Neubau einer Dreifach-Sporthalle an.

Der Präsident des Stadtverbandes für Leibesübungen, Herbert Tischler, bezeichnete die Integration von Flüchtlingen als große Aufgabe. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Sport dies meistern werde. Tischler sprach vom Vorbildcharakter der Sportler. Er forderte sie auch auf, sich in Ehrenämtern zu engagieren.

Geehrt wurden auch Breitensportler. Für 30 mal Sportabzeichen ging die Nadel in Gold an Martin Bäumler (DJK), Jürgen Albrecht und Hans Fritsch (beide TB). Nadel und Plakette in Silber für 25 mal Sportabzeichen erhielt Christina Bertelshofer (DJK).

Weltmeister mit der deutschen 4 x 100 m Staffel wurde Dr. Karl Schmid, 3. Weltmeister im Tennis und Europameister in der Halle wurde Fred Böckl (TC Grün-Rot).

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Weiden. (vok) Trotz der starken Leistungen, die bei der Sportlerehrung mit Plaketten und Nadeln in Bronze, Silber und Gold belohnt wurden, beeindruckte Sport-Geschäftsführer Christian Meiler in jüngster Zeit am meisten eine Geschichte am Rande. Eine Mutter sei zu ihm gekommen und hat erzählt, ihre beiden Söhne hätten wohl "Schmarrn" gebaut. Als die Flüchtlinge noch in der Halle der Berufsschule untergebracht waren, seien sie durch den Zaun geklettert und hätten mit Flüchtlingskindern Fußball gespielt.

Jetzt wollte die Mutter fragen, ob es an der Mehrzweckhalle auch eine Chance gebe, dass sie dort Fußball spielen. Meiler zeigte sich beeindruckt: "Soll noch jemand sagen, dass Sport nicht verbindet."
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