Abschied mit Haydn
Pfarrei St. Josef dankt Kirchenmusikdirektor Denz

Abschiedsvorstellung nach 33 Jahren: Kirchenmusikdirektor Luis Denz (rechts) dirigierte sich in den Ruhestand. Nicht nur für die Aufführung der Orgelsolomesse von Joseph Haydn, sondern für sein gesamtes Wirken dankten die Kirchenbesucher dem Scheidenden mit Standing Ovations. Bild: Kunz

Nach 33 Jahren als Chorleiter verabschiedete die Pfarrgemeinde von St. Josef am Sonntagabend Kirchenmusikdirektor Luis Denz in den Ruhestand. Der sagte mit der Orgelsolomesse von Joseph Haydn Lebewohl. Für sein berufliches Wirken bedankten sich die Kirchenbesucher bei Denz mit Standing Ovations.

"Können Sie sich das Reich Gottes ohne Musik vorstellen?", hinterfragte Stadtpfarrer Markus Schmid. "Musik lässt zur Ruhe kommen und hilft inneren Frieden zu finden." Sie sei Ausdruck der Freude, erwecke Glücksgefühle, sei also gesundheitsfördernd. "Das Reich Gottes ist ohne Musik kaum vorstellbar." Denz habe in St. Josef Liebe zur Musik gesät, Schüler gefordert und gefördert. Egal ob Kinderchor oder Nova Cantica: "Er hat junge Menschen motiviert, Kirchenmusik zu machen. "Er hat Menschen gepflückt und eingesammelt, instrumental begleitet und Stimmbildung gefördert." Außerdem erwähnte der Geistliche das Engagement von Luis Denz bei Kirchenchor und Orchestermusik.

"Lieber Luis, Du hast uns Shalom geschenkt: Friede, Freude, Glück. Durch Deinen Dienst, aber auch durch Dein Wesen hast Du uns etwas erahnen lassen vom Reich Gottes", sagte Schmid. "Im Namen der Pfarrei St. Josef sag' ich Dir ein ganz herzliches Vergelt's Gott." Für die Zukunft wünschte der Pfarrer: "Gönne dir jetzt Musik, die dir selbst gefällt, Kaffee, der dir so gut schmeckt, und gute Bücher."

Für die Pfarrgemeinde dankte Pfarrgemeinderatssprecherin Romy Götz. "Vergelt's Gott, dass Du unseren oftmals laienhaften, oftmals sehr zögerlichen Gemeindegesang mit der Orgel getragen hast." Denz habe den Chor zusammengehalten und mit den von ihm ausgewählten Chorwerken immer wieder dafür gesorgt, dass die Liturgie in ganz besonderer Weise begleitet wurde. "Musik, als schönste Offenbarung Gottes, wie Goethe geschrieben hat, durften alle, die mit dieser Musikrichtung etwas anfangen können, in deinen Konzerten erleben." Denz habe es immer geschafft, "die rechte Taste zur rechten Zeit zu drücken". Hochgeschätzt sei auch das zwischenmenschliche Auftreten des Chorleiters, der im Fasching schon mal übergroße Ohren anlegte und an der Orgel Humor bewies. Denz habe zudem die Empore für Musiker von auswärts geöffnet, was zu jener Zeit nicht unbedingt vorstellbar gewesen sei. Ein Dankeschön gab's ferner vom ehemaligen Stadtpfarrer Andreas Uschold. Anschließend lud die Pfarrgemeinde zu einem Empfang ins Pfarrheim.
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