Abschluss gemeistert
Landwirtschaftsmeister ausgezeichnet

Viele Ehrengäste beglückwünschten die neuen Landwirtschaftsmeister aus dem Landkreis Tirschenreuth. Zu den Besten gehörten Andreas Härtl (vorne rechts) und Carolin Weiß (Dritte von rechts). Bild: R. Kreuzer
 
Viele Ehrengäste beglückwünschten die neuen Landwirtschaftsmeister aus dem Landkreis Neustadt/Waldnaab. Bild: R. Kreuzer

Sie haben hart geackert. Und zwar mit Erfolg: 36 Landwirte erhielten am Freitag bei einem Festakt in der Max-Reger-Halle ihre Meisterbriefe.

"Ich denke, mit solchen Meistern muss uns nicht Bange sein vor der Zukunft, und wir wollen diese gebührend feiern", sagte Gerhard Gradl bei der Eröffnung der Meisterfeier der Landwirte in der Oberpfalz. Der Landwirtschaftsdirektor des Fortbildungszentrums für Hauswirtschaft und Landwirtschaft in Almesbach überreichte 36 frischgebackenen Landwirtschaftsmeistern ihre Zertifikate.

"Sie haben Mut bewiesen und sich an die Fortbildung zum Meister gewagt", betonte Gradl in seiner Begrüßungsrede. "Nun haben Sie damit die höchste Stufe im praktischen Bereich erreicht." Doch damit nicht genug. Ein guter Landwirt müsse sich auch in Sachen Mitarbeiterführung auskennen. Christoph Beck von der Helfrecht AG aus Bad Alexandersbad erklärte in seinem Vortrag die Grundzüge von Führungsqualitäten. Im Hinblick auf die Buchstaben des Wortes Meister nannte er die Stichworte Motivation, Entscheidung, Idee, Strategie, Tun, Ernte und Resümee. All das müsse eine Führungskraft mitbringen. "Etwas meisterlich zu führen, bedeutet vor allem seinen Betrieb zu führen, Menschen zu führen, aber auch sich selbst zu führen", betonte er. Und appellierte dabei an die frischgebackenen Landwirtschaftsmeister, ihre Zukunft aktiv und systematisch zu gestalten.

Grußworte der Ehrengäste


OB Kurt Seggewiß fügte hinzu: "Wer ein guter Meister sein will, braucht drei Dinge: Können, Wissen und Wollen." All diese Dinge hätten die jungen Meister bereits bewiesen. Walter Jonas, Regierungsvizepräsident der Oberpfalz, bezeichnete die Landwirtschaft als eine Leidenschaft, die einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft genieße. "Sie haben einen hochspannenden und erlebnisreichen Beruf gewählt", betonte er. Auch Landtagsabgeordnete Annette Karl sprach den Absolventen die besten Glückwünsche aus. "Sie haben sich nun eine gute Grundlage geschaffen, um Herausforderungen in der Zukunft zu meistern."

Auch unter den 20 Prozent der Besten dieses Jahrgangs waren Absolventen aus dem Landkreis Tirschenreuth: Andreas Härtl aus Kleinbüchelberg (Mitterteich, Note 1,61) und Carolin Weiß aus Ödwaldhausen (Bärnau). Sie erhalten zusätzlich zum Meisterbonus von 1000 Euro den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung.

Ihren Meisterbrief erhielten zudem Stefan Bäuml (Seidlersreuth, Falkenberg), Verena Bäuml (Stein, Plößberg), Florian Frank (Bärnau), Johannes Knodt (Krummennaab) und Thomas Kornthan (Wiesau). Aus dem Landkreis Wunsiedel kommt der neue Meister Christian Häupl (Korbersdorf, Marktredwitz).

Aus dem Landkreis Neustadt gehörten Sebastian Mois und Tobias Schröml zu den sieben besten Absolventen. Mit einer Note von 1,58 durfte sich Schröml sogar Zweitbester nennen. Auf Platz eins landete Maria Ederer (Stratsried, Landkreis Cham) mit einer Abschlussnote von 1,52. Andreas Härtl aus Kleinbüchelberg sicherte sich den dritten Platz mit einem Schnitt von 1,61.

Goldener Meisterbrief


Friedhelm Bleicher, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Meister und Meisterinnen (AGM) im Verband für landwirtschaftliche Fachbildung Oberpfalz, verlieh Leonhard Fütterer aus Sassenhof außerdem den Goldenen Meisterbrief. Eine Auszeichnung für Mitglieder der AGM, "die sich in der Vergangenheit in besonderem Maße um die Ausbildung verdient gemacht haben", erklärte er. Bereits 1975 ist Fütterers Betrieb als Ausbildungsstätte anerkannt worden. Seitdem habe er sich mit großem Engagement für die Nachwuchsförderung eingesetzt. Sowohl als Inhaber eines Praxisbetriebs als auch als Mitglied des Prüfungsausschusses.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Kreismusikschule Neustadt unter Leitung von Karl Wildenauer. Sie beschloss die Feier mit der Bayernhymne.
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