Ältestes Opfer ist 89 Jahre

Bei einem der Opfer des brutalen Raubüberfalls vom Donnerstag handelt es sich um eine 89-jährige Frau. Sie lebt seit ihrer Kindheit in dem Doppelhaus am Hammerweg.

(ca) Die alte Dame ist Großmutter, sogar schon Urgroßmutter. Bei den Nachbarn herrscht blankes Entsetzen, dass die Seniorin, ihre Tochter (68) und der Schwiegersohn (71), Opfer eines Raubüberfalls wurden. Laut Polizei haben die Täter die Bewohner "mit Waffen bedroht, misshandelt und gefesselt". Erst nach viereinhalb Stunden verließen die Unbekannten das Haus.

Der Tatort ist das Elternhaus der 89-Jährigen, von ihren Eltern in den 30er Jahren erbaut, seither mehrfach umgebaut und erneuert. Im Fenster stehen rosa Orchideen. Im Gewächshaus gedeiht das Gemüse. Der 71-jährige Schwiegersohn betrieb jahrzehntelang eine Autowerkstatt in Altenstadt/WN. Man spricht von fleißigen, redlichen Leuten.

Bei der Hammerwegsiedlung handelt es sich um eines der ältesten Wohngebieten Weidens. In der ruhigen Gegend unweit des ehemaligen Autohauses Möstel wohnen viele ältere Leute, manche Familien seit Generationen. "Bei uns ist doch noch nie was passiert", sagt einer.

Ihre Welt ist am Donnerstag aus den Fugen geraten. Nachts waren die Bewohner vom Licht der Sanka und Polizeiautos geweckt worden. Am Morgen flattert das Absperrband an der Einfahrt. Polizisten sichern das Grundstück ab. Der Kleinbus der Spurensicherung fährt vor. Ein halbes Dutzend Kameraleute filmt. Polizeisprecher Albert Brück aus dem Polizeipräsidium Regensburg muss immer wieder den Sachverhalt schildern. Ganz sachlich. Aber auch er spricht vom "Schlimmsten": Daheim, im eigenen Haus überfallen und über Stunden festgehalten zu werden. "Das mag man sich gar nicht vorstellen."
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