Ärztetagung am Darmkrebszentrum
Sterbefälle reduzieren

Mit thoraktalen Krankheiten wie Traumata und Metastasen beschäftigten sich Ärzte von Krankenhäusern und aus Praxen sowie Pfleger bei einer Tagung im Darmzentrum Nordoberpfalz. Neun Spezialisten aus Bayern und Tschechien hielten Vorträge zu Themen wie Schockraum-Management, Lungenmetastasen oder technische Aspekte der Lungenresektion.

Professor Karl-Heinz Dietl, der mit seinen Kollegen Professor Frank Kullmann zur Tagung eingeladen hatte, referierte über den Meserentialinfarkt. Wird diese Krankheit nicht behandelt, sterben Abschnitte des Darms ab. Die Krankheit ist lebensbedrohlich und kann für den Patienten tödlich enden. Denn häufig wird der Infarkt zu spät entdeckt. Meist seien Menschen mit Vorerkrankungen im Herz oder Gefäßsystem betroffen, sagte Professor Dietl vom Klinikum Weiden.

Die gute Nachricht: Der akute Meserentialinfarkt sei ein seltenes Ereignis - zwei bis vier Fälle unter 100 000 Menschen. Aber in 50 bis 80 Prozent der Fälle stirbt der Patient daran. Neben den üblichen operativen Behandlungsmethoden gibt es am Klinikum Nordoberpfalz in Weiden auch die Möglichkeit, dass Radiologen den Darm therapieren. Erst danach folgt, wenn nötig, eine Operation. Durch die Methode "interventionelle Revaskularisation des Hauptstammverschlusses beim akuten Meserentialinfarkt" konnte die Sterberate reduziert werden. Bei der Revaskularisation wird die Durchblutung eines Gefäßes verbessert.

Auch andere Themen standen auf dem Programm: Marcel Hájek aus Pilsen beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der Pflege von muslimischen Patienten in Europa.
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