Aktion zeigt soziale Ader der Wirtschaftsschüler
Werkeln statt pauken

Dana Schembs (21, stehend, links) und Alisa Link (19) klären die Schüler der Wirtschaftsschule über die Aktion Tagwerk auf. Bild: ptrt

Schule schwänzen für den guten Zweck - hört sich super an? Ist es auch. Bei der Aktion Tagwerk gehen Schüler für einen Tag arbeiten, statt die Schulbank zu drücken. Was sie dabei verdienen, spenden sie. Zwei Mitglieder der Aktion Tagwerk informierten mehrere Klassen der Gustl-Lang-Wirtschaftsschule über das Projekt. "Es ist wichtig, dass die Schüler erfahren, wofür sie die Aktion überhaupt machen", erklärte Lehrer Thomas Kostial.

Zum achten Mal dabei


Seit 2009 beteiligt sich die Schule regelmäßig an dem Projekt. Anfangs konnten Klassen freiwillig teilnehmen, mittlerweile wird das Projekt auch zur Berufsorientierung genutzt. Sowohl Acht- als auch Neuntklässler werden jedes Jahr zum "Tagwerker". Neben dem eintägigen Arbeitseinsatz können die Schüler das Geld auch in kleineren Gruppen sammeln. Zum Beispiel durch den Verkauf von selbst gebackenen Kuchen oder die Organisation von Sponsorenläufen. Bisher kam jedes Jahr eine Summe von mehr als 2000 Euro zusammen.

Am 21. Juni findet die Aktion Tagwerk zum 13. Mal statt. Unter dem Motto "Dein Tag für Afrika" suchen sich die teilnehmenden Schüler für einen Tag eine Beschäftigung. Eine Jobbörse auf der Homepage der Aktion Tagwerk hilft dabei. Die Wirtschaftsschule hat schon einige Kontakte geknüpft: "Wir haben bereits einen ganzen Pool an Kleinunternehmen und Einzelhändlern, die uns unterstützen", erklärte Ursula Soderer. Die Oberstudienrätin hat die Aktion an der Wirtschaftsschule eingeführt.

Der Erlös geht anschließend an die Aktion Tagwerk. Diese gibt den Betrag wiederum an ihre Kooperationspartner weiter, die das Geld letztendlich an die Betroffenen überbringen. Als Dank für ihre Mithilfe erhalten die Schüler regelmäßige Informationen über die Fortschritte in den Ländern. So können sie das Ergebnis ihrer Leistungen mitverfolgen. Insgesamt unterstützt die Organisation fünf Länder: Ruanda, Uganda, Burundi, Ghana und Südafrika.

Zielgruppen sind vor allem arme und kranke Kinder bzw. Familien. Mit nur fünf Euro kann sich eine Familie beispielsweise Saatgut kaufen und dadurch ernähren. "Der Fokus liegt auf Hilfe zur Selbsthilfe", erklärte Dana Schembs von der Aktion Tagwerk. Auch Jugendliche mit Behinderung und alleinerziehende Mütter werden unterstützt. "Förderung der Gleichberechtigung ist uns wichtig", ergänzte Alisa Fink, ebenfalls von der Aktion Tagwerk. Frauen würden in solchen Ländern oft immer noch unterdrückt.
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